Sorge vor Frostschäden bei Haselnüssen
Während der Winter andauert, haben die überdurchschnittlich hohen Temperaturen dazu geführt, dass die Haselnusssträucher bereits austreiben. Der Agraringenieur Haldun Gedikali erklärte, dass die Haselnussbauern nun große Sorge vor Frostschäden haben.
Agraringenieur Haldun Gedikali erklärte, dass der durch die überdurchschnittlich hohen Temperaturen verursachte „falsche Frühling“ den Haselnussertrag gefährden könnte.
Gedikali sagte: „Haselnüsse benötigen sowohl Regen und Wärme als auch eine Kälteperiode. Daher ist ein klimatischer Normalverlauf für den Ertrag sehr wichtig. Wir sehen, dass die Temperaturen derzeit über dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen. Unsere Auswertungen vergangener Jahre zeigen, dass bei warmem Klima die männlichen Blüten der Haselnuss früher aufgehen und die Zeit der Pollenverbreitung verkürzt wird. Während die Bestäubung eigentlich im Januar hätte stattfinden sollen, befinden wir uns jetzt im Februar und die Bestäubung beginnt gerade erst, was zu Problemen führen kann. Da die Befruchtung möglicherweise ausbleibt, kommt es zu Ertragseinbußen. Deshalb ist es in dieser Jahreszeit wichtig, dass es kalt bleibt und schneit. Denn wie bei allen Früchten kann auch bei der Haselnuss der Kältebedarf nicht gedeckt werden, wenn es zu warm ist; die Blüten öffnen sich nicht richtig, es gibt Probleme bei der Blattbildung und die Pflanze kann sich nicht gesund entwickeln. Bisher haben wir es mit Temperaturen zu tun, die über dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen.“
RISIKOREICHES JAHR FÜR HASELNÜSSE
Agraringenieur Gedikali wies darauf hin, dass Frostschäden bei Haselnüssen häufig in Jahren mit der Endziffer 4 auftreten, und führte weiter aus:
„Aufgrund des falschen Frühlings im Februar könnte ein später Schneefall, nachdem die Haselnuss bereits ausgetrieben hat, zu Frostschäden führen. Wenn der Schnee, der eigentlich im Februar hätte fallen sollen, erst gegen Ende März fällt, besteht eine ernsthafte Gefahr von Frostschäden. Sobald die Haselnuss Blätter getrieben hat, beginnt sie bei Temperaturen von minus 1 Grad über einen längeren Zeitraum sowie bei minus 2 und minus 3 Grad Schaden zu nehmen. Zudem sind Frostschäden bei Haselnüssen historisch gesehen immer in Jahren mit der Endziffer 4 aufgetreten. Im Jahr 1994 gab es Frostschäden, 2004 waren etwa 90 Prozent der Haselnussernte betroffen. Auch 2014 kam es zu Frostschäden, und nun befinden wir uns im Jahr 2024. Das bereitet den Haselnussbauern große Sorgen.“
Nachrichtenquelle: İHA
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