Feuerwehrfrauen an vorderster Front bei der Brandbekämpfung: Die Feuerkämpferinnen der Feuerwehr Izmir
Die bei der Feuerwehr Izmir tätigen Frauen ziehen mit ihrem Mut und ihrem Können die Aufmerksamkeit auf sich. Die Feuerwehrfrauen, die im 24-Stunden-Dienst unzählige Brände bekämpfen, sind nicht nur für ihre Kollegen, sondern für alle Frauen eine Inspiration. Hier sind die Feuerkämpferinnen der Feuerwehr Izmir:
Die Feuerwehr der Stadtverwaltung Izmir hat in den letzten Jahren, wie in allen anderen Abteilungen auch, die Zahl der Feuerwehrfrauen erhöht. Während 15 Feuerwehrfrauen in der Abteilung tätig sind, eilen insgesamt 1.170 Einsatzkräfte gemeinsam und Seite an Seite von Brand zu Brand.
Ayet Kütükbaş, die als Feuerwehrfahrerin tätig ist, gratulierte zum Feuerwehrwoche und betonte, dass sie stolz darauf sei, in dieser Organisation zu dienen. Kütükbaş, eine der wenigen Feuerwehrfahrerinnen in Izmir, sagte: „Ich möchte niemanden, der diesen Beruf ergreifen möchte, mit dem Satz ‚Es gibt Schwierigkeiten‘ abschrecken; es gibt zwar Herausforderungen, aber die schönen Seiten überwiegen. Die Feuerwehr ist ein Beruf, der nicht nur Menschen, sondern alle Lebewesen, die Natur, Pflanzen und Tiere schützt. Deshalb fand ich ihn sehr attraktiv und er hat mich sehr angezogen. Wir haben mit intensiven und guten Schulungen begonnen. Unsere Frauen sollten unbedingt Feuerwehrfrauen werden. Keine Schwierigkeit kann Feuerwehrfrauen entmutigen. Unsere Zahl muss steigen. Wenn wir im Einsatz sind, gibt es leider unsensible Bürger. Besonders wenn sie das Reißverschlussverfahren anwenden, während wir zum Einsatzort fahren, erleichtert uns das die Arbeit sehr. Gelegentlich haben wir auch durch falsches Parken große Probleme. Am Einsatzort können wir unsere Fahrzeuge in engen Straßen nicht nah genug heranfahren. Diese Situation stellt uns vor Herausforderungen.“
Simge Akbulut, die als Feuerwehrfrau tätig ist, wurde beim Erdbeben in Izmir am 30. Oktober 2020 unter den Trümmern verschüttet. Nachdem sie von Feuerwehrleuten gerettet und ins Leben zurückgeholt wurde, ist sie heute stolz darauf, selbst den Beruf der Feuerwehrfrau auszuüben. Akbulut erklärte: „Wir haben leider das Erdbeben in Izmir am 30. Oktober 2020 erlebt. Ich wurde von meinen heutigen Kollegen aus den Trümmern gerettet. So wie ich hilflos unter den Trümmern auf meine Rettung wartete und meine Kollegen kamen, um mich zu retten, habe ich mich nun als Feuerwehrfrau, die diesen Beruf ausübt, dazu entschieden, diesen Weg zu gehen, um Menschen zu retten, die auf meine Hilfe warten.“
Akbulut erklärte: „Unsere Ausbildung ist sehr hart. Ja, wir sind an unsere Grenzen gestoßen, aber da wir unsere Arbeit lieben, haben wir diese Schwierigkeiten gar nicht wahrgenommen. Wir wollten immer mehr erreichen. Unsere Mitmenschen sind es im Allgemeinen nicht gewohnt, Feuerwehrfrauen zu sehen. Wenn wir am Einsatzort sind, sagen sie zu uns: ‚Entschuldigung, mein Herr, könnten Sie mal schauen?‘ Sie sind sehr überrascht, wenn sie mich sehen. Sie äußern sich mit Sprüchen wie ‚Frauen können das nicht‘, ‚Was hat eine Frau bei einem Brand zu suchen?‘ oder ‚Das ist Männerarbeit‘, aber wir alle führen diese Aufgabe erfolgreich aus. Wenn es Frauen gibt, die diesen Beruf ergreifen möchten – so etwas gibt es sicherlich in jeder Branche –, dann sollten sie nicht auf solche Kommentare hören und ihren Träumen folgen.“
Eine weitere Feuerwehrfrau, Emire Betül Esin, erklärte: „Als meine Schulzeit am Gymnasium fast zu Ende war, hatte ich wie jeder junge Mensch berufliche Träume. Ich habe recherchiert und der Beruf des Feuerwehrmanns gefiel mir. Man hilft Menschen, und es war ein aktionsreicher Beruf, so wie ich es mir gewünscht hatte. Ich habe die Ausbildung absolviert und wurde später eingestellt. Die Fälle und Ereignisse, die wir in einer Großstadt wie Izmir erleben, sind so vielfältig. Jeden Tag kann man mit etwas anderem konfrontiert werden. Überall, wo man hinkommt, gibt es Leid; aber das Schöne hier ist, dass man den Menschen hilft. Man wird zu einer Hoffnung für sie.“
Feuerwehr-Sergeant Mehmet Güzer betonte ebenfalls, dass die Zahl der Brände im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei. Güzer teilte folgende Informationen zu den Bränden in Izmir mit: „Statistiken zufolge gab es in diesem Jahr allein in den ersten 9 Monaten 12.000 Brände; das heißt, es gibt noch Brände, die in den verbleibenden 3 Monaten noch nicht in die Statistiken eingeflossen sind. Es liegt ein deutlicher Anstieg vor. Insgesamt 98 Prozent der Brände, seien es Waldbrände oder allgemeine Brände, sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. Alle entstehen durch menschliches Handeln. Ein Großteil davon wird bereits durch Zigaretten verursacht. Deshalb sollten unsere Bürger etwas vorsichtiger sein. Die Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen erfüllt uns zudem mit Stolz. In den letzten Jahren ist die Zahl unserer Feuerwehrfrauen gestiegen. Sie alle sind Kollegen, die im 24-Stunden-Dienst arbeiten, sie lieben diesen Beruf sehr und arbeiten mit vollem Einsatz.“
Nachrichtenquelle : İHA
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