40-Tage-Operation der Ukraine: Kommt der Frieden oder eskaliert der Krieg weiter?
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen vom ukrainischen Sicherheitsdienst vorgeschlagenen 40-Tage-Sondereinsatzplan zur Beendigung des Krieges genehmigt. Der Plan zielt darauf ab, den seit vier Jahren andauernden Konflikt innerhalb von 40 Tagen zu beenden.
Die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine deuten darauf hin, dass Schritte unternommen werden, die den Verlauf des Krieges verändern könnten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem detaillierten Bericht des Chefs des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU), Generalmajor Jewhen Chmara, einen neuen 40-Tage-Operationsplan gegen Russland genehmigt. Ziel des Plans ist es, die Putin-Regierung zum Frieden zu zwingen.
In einer Erklärung auf seinem offiziellen Telegram-Kanal teilte Selenskyj mit, dass man darauf abziele, den Erfolg der SBU-Einheiten bei der Verteidigung durch weitreichende und mittelfristige Sanktionen zu unterstützen und den entscheidenden Schlag zu versetzen. Die Details der Operation wurden aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich gemacht. Die Erklärungen deuten jedoch darauf hin, dass insbesondere russische Energieinfrastrukturen mit Raketen und Drohnen (UAV) angegriffen werden sollen.
In einer Erklärung vom 24. Juni betonte Selenskyj zudem, dass die Unterstützung durch den G7-Gipfel die Position der Ukraine gestärkt habe und dazu beitragen werde, die Bedingungen für einen Frieden mit Russland schneller zu schaffen.
ANGRIFFE AUF KRITISCHE ENERGIEINFRASTRUKTUR
In den letzten Wochen haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffe verstärkt, die insbesondere auf die Energieinfrastruktur auf der Krim abzielen. Infolge der Angriffe wurde die Kraftstoffversorgung auf der Halbinsel vollständig unterbrochen, Fährverbindungen wurden ausgesetzt und für die Krim-Brücke wurde ein Durchfahrtsverbot für schwere Fahrzeuge erlassen. In Regionen wie Aluschta, Armjansk, Krasnoperekopsk und Dschankoj wurden Stromausfälle verhängt, während in Sewastopol am 24. Juni den ganzen Tag über kein Strom verfügbar war.
Die ukrainischen Spezialeinsatzkräfte gaben zudem die Zerstörung der Eisenbahnbrücke über den Nord-Krim-Kanal in der Nähe des strategisch wichtigen Dorfes Rasdolnoje bekannt. Dieser Angriff wird als schwerer Schlag gegen die Nachschublinien der russischen Streitkräfte in Richtung Süden gewertet.
WACHSENDE SORGE AUF DER KRIM
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hatte bereits zuvor erklärt, dass die Krim durch Drohnenangriffe von Russland abgeschnitten und faktisch isoliert werden könnte. Robert Browdi, Kommandeur der unbemannten Systeme der ukrainischen Streitkräfte, wies darauf hin, dass auf der Krim eine Zeit der Verkehrsblockade, der Zerstörung der Tourismussaison und der Ressourcenknappheit bevorstehe.
Refat Tschubarow, Vorsitzender des Medschlis des Krimtatarischen Volkes, rief die in der Region lebenden russischen Staatsbürger dazu auf, die Halbinsel zu verlassen, solange die Kertsch-Brücke noch steht.
Sollte der neue Operationsplan erfolgreich sein, wird erwartet, dass der vierjährige Krieg in kurzer Zeit in Friedensverhandlungen mündet. Während die ukrainische Seite ihre Vorbereitungen fortsetzt, richten sich alle Augen auf die Reaktion der Moskauer Führung und der internationalen Gemeinschaft.
Nachrichtenquelle: 12punto
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