Äußerung von Ägyptens Präsident Sisi zu einer 'Bodenoffensive'
Der ägyptische Präsident Sisi hat dazu aufgerufen, eine Bodenoffensive Israels im Gazastreifen zu stoppen.
Der ägyptische Präsident Abd al-Fattah as-Sisi erklärte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in der Hauptstadt Kairo: "Ich habe mit Macron Möglichkeiten erörtert, die Krise in Gaza unter Kontrolle zu bringen, und die Bedeutung der Bemühungen bekräftigt, jegliche Bodenoffensive gegen den Gazastreifen zu stoppen."
Sisi betonte, dass ein Angriff auf Gaza vom Boden aus den Tod weiterer Zivilisten bedeuten würde, und sagte: "Ich habe die Notwendigkeit unterstrichen, die Lage in Gaza unter Kontrolle zu bringen und eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern."
Sisi betonte, dass humanitäre Hilfe schnell in den blockierten Gazastreifen gelangen müsse, und fügte hinzu: "Macron versteht die Gefahren einer gewaltsamen Vertreibung der Bevölkerung aus Gaza."
Der französische Präsident Macron hatte gestern vor einem mehrstündigen Besuch in Ramallah einen "Solidaritätsbesuch in Israel" absolviert und sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen.
DIE AKTUELLE LAGE AN DER ISRAELISCH-PALÄSTINENSISCHEN FRONT
Der bewaffnete Flügel der Hamas, die Al-Qassam-Brigaden, startete am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff auf Israel unter dem Namen "Al-Aqsa-Flut".
Die israelische Armee begann daraufhin mit Dutzenden Kampfflugzeugen Angriffe auf den Gazastreifen.
Es wurde berichtet, dass bei den Angriffen aus Gaza 1400 Israelis, darunter 308 Soldaten, getötet und 5132 Israelis verletzt wurden.
Das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza gab bekannt, dass bei den israelischen Angriffen auf Gaza 6546 Menschen getötet wurden, darunter 2704 Kinder, 1584 Frauen und 364 ältere Menschen; zudem wurden 17 439 Personen verletzt.
Im besetzten Westjordanland wurden bei Angriffen israelischer Streitkräfte und jüdischer Siedler über 100 Palästinenser getötet.
Bei den Zusammenstößen kamen 24 Journalisten ums Leben, darunter 20 Palästinenser, 3 Israelis und ein Libanese.
Bei den seit dem 8. Oktober andauernden Gefechten zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah an der israelisch-libanesischen Grenze wurden neben 42 Hisbollah-Mitgliedern auch 6 Mitglieder des Islamischen Dschihad, 3 der Hamas und 2 Mitglieder der von der Hisbollah unterstützten Sunnitischen Widerstandsbrigaden getötet; zudem kamen 4 Zivilisten, darunter ein Journalist, ums Leben.
Bei Angriffen von libanesischer Seite starben zudem 3 israelische Soldaten und ein israelischer Zivilist.
Nachrichtenquelle: AA
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