Appell von Papst Franziskus für den Libanon: 'Die internationale Gemeinschaft muss handeln'
Das geistliche Oberhaupt der Katholiken, Papst Franziskus, hat angesichts der zunehmenden Spannungen im Libanon die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um diese Situation zu beenden.
Das geistliche Oberhaupt der Katholiken und Staatsoberhaupt der Vatikanstadt, Papst Franziskus, hat die internationale Gemeinschaft zu dringendem Handeln angesichts der zunehmenden Spannungen im Libanon aufgerufen. Während seiner traditionellen Generalaudienz am Mittwoch auf dem berühmten Petersplatz im Vatikan wies der Papst insbesondere auf die Zerstörungen durch die israelischen Luftangriffe auf den Libanon hin.
Der Papst verwies auf die zahlreichen Todesopfer infolge der Bombardierungen im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut, die am Morgen des 23. September begannen, und erklärte: "Ich bin sehr betrübt über die Nachrichten aus dem Libanon, wo in den letzten Tagen heftige Bombardierungen zu vielen Todesopfern und Zerstörungen geführt haben. Ich hoffe, dass die internationale Gemeinschaft alles in ihrer Macht Stehende tut, um diese schreckliche Eskalation zu stoppen. Das ist inakzeptabel."
Der Papst betonte zudem, dass der Libanon neben den jahrelangen politischen und wirtschaftlichen Krisen sowie der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut im Jahr 2020 bereits tiefes Leid erfahren habe. "Ich drücke dem libanesischen Volk, das in der jüngeren Vergangenheit so viel gelitten hat, meine Nähe aus", sagte er.
Das libanesische Gesundheitsministerium gab bekannt, dass nach den israelischen Luftangriffen mehr als 550 Menschen ihr Leben verloren haben und Hunderte weitere verletzt wurden. Zudem wurde berichtet, dass die von der Türkei in den Libanon entsandten humanitären Hilfsgüter in der Region eingetroffen sind. Diese Entwicklungen haben die Rufe nach internationaler Unterstützung für den Libanon weiter verstärkt.
Während die Rede des Papstes die Lage im Libanon erneut in den Fokus der Weltöffentlichkeit rückte, betonten auch Menschenrechtsaktivisten und zivilgesellschaftliche Organisationen die Notwendigkeit dringender Schritte zur Beendigung der Konflikte in der Region.
Nachrichtenquelle: AA
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