Blicke richten sich beim Israel-Hamas-Austausch auf Donnerstag
Israelischen Medienberichten zufolge soll die Freilassung eines Teils der von der Hamas festgehaltenen Geiseln am Donnerstag beginnen.
Nach der Sitzung des Kabinetts unter dem Vorsitz von Premierminister Benjamin Netanjahu, in der über ein Abkommen zum Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas beraten wurde, sind erste Informationen an die lokale Presse durchgesickert.
In Berichten der hebräischsprachigen Presse wurde behauptet, dass die Minister darüber informiert worden seien, dass die Freilassung eines Teils der von der Hamas festgehaltenen Geiseln am Donnerstag beginnen werde.
Andererseits berichtete der israelische Fernsehsender Kanal 12, dass das Büro des Premierministers einen 5-stufigen Prozess für die Rückführung der freigelassenen Geiseln in ihre Heimat geplant habe.
Den genannten Phasen zufolge wird die Hamas die Geiseln in der ersten Phase an Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz übergeben, von wo aus sie dann von der israelischen Armee übernommen werden.
Die Geiseln werden anschließend von Behörden einer ersten medizinischen Untersuchung unterzogen und danach in eines von fünf isolierten medizinischen Zentren in ganz Israel gebracht, um dort ihre Familien zu treffen.
Abschließend werden die Geiseln ein „Informationsgespräch“ mit Sicherheitsbehörden führen.
ABKOMMEN ZWISCHEN ISRAEL UND HAMAS ERZIELT
In der israelischen und internationalen Presse war berichtet worden, dass die Hamas in der ersten Phase des Abkommens 50 bis 80 israelische Frauen und Kinder freilassen werde, die im Gazastreifen festgehalten werden.
Im Gegenzug wurde berichtet, dass Israel voraussichtlich mindestens 150 palästinensische Häftlinge freilassen werde, bei denen es sich größtenteils um Frauen und Kinder handele.
Es wurde behauptet, dass der Gefangenenaustausch während einer viertägigen Waffenruhe im Gazastreifen stattfinden und im Rahmen des Abkommens die Einfahrt von täglich etwa 300 Lastwagen in den Gazastreifen ermöglicht werden solle.
Nach Angaben Israels befinden sich 239 israelische Geiseln in der Hand der Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Flügel der Hamas.
In israelischen Gefängnissen befinden sich etwa 7.000 palästinensische Häftlinge, von denen mehr als 2.000 in Verwaltungshaft sitzen.
Seit dem 7. Oktober haben israelische Streitkräfte im besetzten Westjordanland und in Ostjerusalem etwa 3.000 Palästinenser festgenommen.
Nachrichtenquelle: AA
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