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Bürgerkrieg im Sinaloa-Kartell: Wurde El Mayo vom Sohn von El Chapo entführt?

Der Anwalt von El Mayo erklärte am Samstag, dass Ismael „El Mayo“ Zambada, einer der Gründer des Sinaloa-Kartells, vom Sohn seines ehemaligen Partners Joaquin „El Chapo“ Guzman entführt und in die USA gebracht wurde.

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Bürgerkrieg im Sinaloa-Kartell: Wurde El Mayo vom Sohn von El Chapo entführt?

Zambadas Anwalt Frank Perez erklärte, dass El Chapos Sohn Joaquin Guzman Lopez und sechs Personen in Militäruniformen Zambada in der Nähe der mexikanischen Stadt Culiacan in einen Hinterhalt gelockt, ihn gewaltsam in ein Flugzeug gezwungen und gegen seinen Willen in die USA gebracht hätten.

Zambada bekannte sich am Freitag vor einem Bundesgericht in El Paso nicht schuldig in Bezug auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Drogenhandels.

BEHAUPTUNG: ENTFÜHRUNG DURCH DEN SOHN DES EHEMALIGEN PARTNERS

Perez sagte in seiner Erklärung: „Joaquin Guzman Lopez hat meinen Mandanten gewaltsam entführt.“

Auf die Behauptung von Perez angesprochen, erklärte Jeffrey Lichtman, der Anwalt von Guzman Lopez: „Ich habe keinen weiteren Kommentar, außer dass es Herrn Zambada freisteht, die Verteidigung zu wählen, die er für die gegen ihn erhobenen Vorwürfe für angemessen hält.“

Perez hatte am Freitag erklärt, dass Zambada nicht freiwillig in die USA gekommen sei, jedoch den Begriff „entführt“ noch nicht verwendet.

Mehrere US-Beamte, die über die Operation informiert waren, erwähnten in Gesprächen über zwei Tage hinweg nichts von den Vorwürfen, dass Guzman Lopez Gewalt angewendet habe.

EL CHAPOS SOHN PLANTE SEINE ÜBERGABE

Wie zwei amtierende und ein ehemaliger Beamter am frühen Samstag gegenüber Reuters berichteten, habe Guzman Lopez, der seine Übergabe plante, Zambada dazu gebracht, in das Flugzeug zu steigen, indem er ihm sagte, sie würden Immobilien im Norden Mexikos besichtigen.

Das Flugzeug landete nicht am geplanten Ziel, sondern auf einem kleinen kommunalen Flughafen in der Nähe von El Paso, wo Bundesagenten den etwa 70-jährigen Zambada und den 38-jährigen Guzman Lopez festnahmen.

Die Operation wird für die US-Behörden als ein Schlag gewertet, der die kriminelle Unterwelt Mexikos neu gestalten könnte.

Zambada gilt als einer der bedeutendsten Drogenhändler in der Geschichte Mexikos, doch seit der Auslieferung von El Chapo an die USA im Jahr 2017 soll das Verhältnis zu dessen Söhnen zerrüttet gewesen sein.

El Chapo verbüßt derzeit eine lebenslange Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis in Colorado.

Es wird erwartet, dass Guzman Lopez in der kommenden Woche erstmals vor einem Bundesgericht in Chicago erscheint, wo er sich wegen Drogenhandels und Geldwäsche verantworten muss.

Zambada soll am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen.



Nachrichtenquelle: 12punto

Mexiko Drogen