Finden Sie Nachrichten im folgenden Datumsbereich
und und
und und
und und
Löschen
Euro
Arrow
54,0133
Dollar
Arrow
44,7721
Pfund Sterling
Arrow
62,7528
Gold
Arrow
6139,1022
BIST 100
Arrow
10.729

Bundeskanzler Scholz stellt Vertrauensfrage

Bundeskanzler Olaf Scholz wird am 11. Dezember die Vertrauensfrage stellen, um den Weg für vorgezogene Neuwahlen am 23. Februar 2025 zu ebnen. Die Abstimmung soll am 16. Dezember stattfinden.

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!
Bundeskanzler Scholz stellt Vertrauensfrage

Bundeskanzler Scholz erklärte in seiner Rede vor dem Bundestag: „Ich werde am 11. Dezember die Vertrauensfrage stellen, damit der Bundestag am 16. Dezember darüber entscheiden kann.“

Scholz begrüßte die Einigung auf den 23. Februar 2025 als Termin für die Neuwahlen und sagte: „Das Datum steht nun fest und ich bin sehr dankbar dafür.“

Er verteidigte zudem die Entlassung von Finanzminister Christian Lindner und betonte: „Diese Entscheidung war richtig und unvermeidlich.“

Der deutsche Bundeskanzler rief alle Parteien im Parlament dazu auf, vor den Neuwahlen noch wichtige Gesetze zu unterstützen, und sagte: „Wir müssen die Zeit, die wir haben, nutzen, um sehr wichtige Gesetze zu verabschieden, die nicht aufgeschoben werden können.“

Scholz warnte vor einer Polarisierung des Landes im Wahlkampf und sagte: „Ich möchte vermeiden, dass eine Situation entsteht, in der jeder gegen jeden kämpft.“

In seiner Rede ging Scholz auch auf die US-Wahlen ein und betonte, dass man unabhängig davon, wer in den USA an der Macht sei, alles daransetzen müsse, die bestehenden Beziehungen weiter voranzubringen.

Scholz bekräftigte die Unterstützung seines Landes für die Ukraine, warnte jedoch davor, bei diesen Hilfen die Prioritäten Deutschlands zu vernachlässigen: „Die Hilfe für die Ukraine darf nicht dazu führen, dass Investitionen in die Infrastruktur gekürzt werden und Straßen, Brücken sowie Eisenbahnen verfallen.“

Scholz lehnte Forderungen nach der Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine erneut ab und erklärte: „Es muss alles getan werden, um nicht selbst zur Kriegspartei zu werden. Deshalb wiederhole ich meine Haltung zu diesem Thema: Ich bin dagegen, dass von uns gelieferte Waffen auf russisches Territorium abgefeuert werden. Ich werde meine Haltung zur Lieferung von Marschflugkörpern aus Deutschland nicht ändern. Wir werden das im Wahlkampf sicherlich noch diskutieren.“

Bundeskanzler Scholz hatte am 6. November bei einem Treffen mit Vertretern der Regierungspartner SPD, Grüne und FDP den Finanzminister und FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner entlassen.

Nach dieser Entwicklung zog die FDP ihre Minister aus der Regierung ab, woraufhin die als „Ampel-Koalition“ bekannte Regierung zerbrach.

DIE VERTRAUENSFRAGE DES KANZLERS IM BUNDESTAG

Die Vertrauensfrage des Bundeskanzlers im Bundestag und die Auflösung des Parlaments sind in Artikel 68 des Grundgesetzes geregelt.

Demnach findet die Vertrauensabstimmung im Bundestag 48 Stunden nach Einbringung des Antrags durch den Bundeskanzler statt. Findet der Antrag keine Mehrheit im Parlament, kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers innerhalb von 21 Tagen den Bundestag auflösen.

Sollte Scholz das Vertrauen nicht ausgesprochen bekommen, wird er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bitten, Neuwahlen einzuleiten, woraufhin in Deutschland innerhalb von 60 Tagen gewählt werden kann.

Sollte der Bundeskanzler jedoch das Vertrauen erhalten, wird er sein Amt bis zur Bundestagswahl am 28. September weiterführen.

Sollte der Bundestag Scholz das Vertrauen verweigern und stattdessen einen anderen Abgeordneten zum Bundeskanzler wählen, verliert der Bundespräsident die Befugnis zur Auflösung des Parlaments.

Zuletzt hatte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder im Jahr 2005 die Vertrauensfrage gestellt, um den Weg für Neuwahlen zu ebnen, und nachdem er keine Mehrheit erhalten hatte, kam es zu vorgezogenen Neuwahlen.


Nachrichtenquelle: AA

EU Deutschland Verfassung Premierminister Vorgezogene Wahl Regierung