Dänemark führt Wehrpflicht für Frauen ein
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat angekündigt, die Wehrpflicht erstmals auf Frauen auszuweiten und die reguläre Dienstzeit zu verlängern.
Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte, man wolle Frauen in die Wehrpflicht einbeziehen und die Zahl der jungen Menschen, die ihren Militärdienst leisten, erhöhen.
Ministerpräsidentin Frederiksen, Außenminister Lars Lökke Rasmussen und Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen äußerten sich auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Hauptstadt Kopenhagen.
Frederiksen betonte, die Regierung strebe "vollständige Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern" an und fügte hinzu: "Wir rüsten nicht auf, weil wir Krieg wollen. Wir rüsten auf, weil wir Krieg vermeiden wollen."
Frederiksen merkte an, dass man durch die Einbeziehung von Frauen in die Wehrpflicht und die Verlängerung der Dienstzeit von 4 auf 11 Monate die Anzahl der jungen Wehrdienstleistenden steigern wolle.
RUSSLAND STELLT KEINE BEDROHUNG FÜR DÄNEMARK DAR
Verteidigungsminister Poulsen betonte, dass die sicherheitspolitische Lage in Europa immer ernster werde und dies berücksichtigt werden müsse.
Er erklärte, dass eine breitere Rekrutierung, die auch Frauen einschließe, eine "vielseitigere und vollständigere Verteidigung" schaffen werde, und wies darauf hin, dass für die Umsetzung dieses Systems eine Gesetzesänderung erforderlich sei.
Außenminister Rasmussen erklärte, dass Russland derzeit keine Bedrohung für Dänemark darstelle, fügte jedoch hinzu: "Wir werden uns aber auch nicht in eine Position bringen, in der sie dies tun könnten."
REGIERUNG WILL ANZAHL DER GRUNDWEHRDIENSTLEISTENDEN AUF 5.000 ERHÖHEN
Laut AP zeigen offizielle Zahlen, dass Dänemark derzeit über 9.000 Berufssoldaten sowie 4.700 Soldaten in der Grundausbildung verfügt; die Regierung plant, die Zahl der Grundwehrdienstleistenden um 300 auf insgesamt 5.000 zu erhöhen.
In Dänemark können Frauen derzeit freiwillig in die Armee eintreten, während Männer aufgrund einer ausreichenden Anzahl an Freiwilligen per Losverfahren einberufen werden und gesetzlich einen viermonatigen Militärdienst leisten.
Nachrichtenquelle: AA
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