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Das Waffenstillstandsrätsel in Syrien: USA, Türkei und Israel schalten sich ein, Drusen leisten Widerstand

Nach tagelangen Kämpfen zwischen arabischen Stämmen und Drusen im Osten Syriens, bei denen mehr als tausend Menschen ums Leben kamen, wurde durch das Eingreifen der USA und der Türkei ein Waffenstillstand erreicht. Die Forderungen und Feierlichkeiten der drusischen Führung führen jedoch zu einer neuen Krise.

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Das Waffenstillstandsrätsel in Syrien: USA, Türkei und Israel schalten sich ein, Drusen leisten Widerstand

Die intensiven Kämpfe zwischen arabischen Stämmen und drusischen Milizen im Osten Syriens sind durch die diplomatische Intervention der USA und der Türkei beendet worden. Während berichtet wird, dass bei den Zusammenstößen mehr als tausend Menschen ihr Leben verloren haben, haben sich die Parteien auf einen Waffenstillstand geeinigt.

Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem Militärrat von as-Suwaida und den arabischen Beduinenstämmen wurde ein vorläufiger Waffenstillstand erzielt. Doch das Ende der Kämpfe hat die Spannungen vor Ort nicht vollständig abgebaut.

GEHEIME VEREINBARUNG MIT ISRAEL IN AS-SUWAIDA

In einer Erklärung des syrischen Innenministeriums wurde eine vorläufige Vereinbarung mit Israel bekannt gegeben. Demnach wurde Israel zugesichert, die syrischen Regierungstruppen in den nächsten 24 Stunden nicht anzugreifen, im Gegenzug darf die syrische Armee zur Sicherung der Ordnung in as-Suwaida stationiert werden.

Das Ministerium betonte zudem, dass ein Bruch des Waffenstillstands als „offener Angriff auf die Souveränität“ gewertet werde.

DRUSEN LEHNEN WAFFENSTILLSTAND AB UND FEIERN

Der geistliche Führer der Drusen, Hikmat al-Hidschri, erklärte, dass sie die Bedingungen des Waffenstillstands nicht akzeptieren. Al-Hidschri forderte, dass die Beduinenfamilien aus as-Suwaida vertrieben werden und die syrischen Sicherheitskräfte nicht in das Stadtzentrum gelassen werden sollten. Stattdessen schlug er vor, dass die Truppen außerhalb der Stadt bleiben sollten.

Die Forderungen von al-Hidschri stehen im Widerspruch zu den Bedingungen des unterzeichneten Waffenstillstands. Dies birgt das Risiko, dass in Kürze neue Kämpfe ausbrechen könnten. Dennoch betrachtet die drusische Gemeinschaft in as-Suwaida die jüngsten Entwicklungen als „Sieg“ und hat in der Stadt mit Feierlichkeiten begonnen.

ISRAELISCHE DRUSEN ÜBERQUEREN GRENZE VON DEN GOLANHÖHEN

Die israelische Armee gab am Samstag bekannt, dass Dutzende israelische Drusen die Grenze übersetzt hätten und in das Dorf Madschdal Schams auf den von Israel besetzten Golanhöhen eingedrungen seien. Während sich die über Nacht versammelte Menge auflöste, kam es zu Spannungen mit den israelischen Sicherheitskräften, wobei einige Drusen Gewalt anwendeten.

DRUSEN FORDERN „HUMANITÄREN KORRIDOR“ VON DER YPG

Der drusische Führer in as-Suwaida, Hikmat al-Hidschri, richtete einen direkten Appell an die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), deren Rückgrat die YPG bildet, und betonte die Notwendigkeit, einen humanitären Hilfskorridor zwischen der Region Deir ez-Zor im Osten und as-Suwaida zu eröffnen.

Die SDF reagierte erstmals positiv auf diesen Aufruf. In einer Erklärung des Rates der Organisation hieß es: „Wir werden auf den Aufruf von Scheich Hikmat al-Hidschri zur Eröffnung eines humanitären Hilfskorridors in das besetzte Nord- und Ostsyrien reagieren.“

TÜRKEI GEGEN KORRIDOR

Dass dieser geplante Korridor das Potenzial hat, eine Verbindungslinie zwischen der SDF, drusischen Milizen und Israel zu schaffen, wird aus Sicht der Türkei als ernsthafte Sicherheitsbedrohung angesehen. Ankara bewertet solche Zusammenschlüsse als Versuche, das bestehende Gleichgewicht in der Region zu stören.


Nachrichtenquelle: 12punto

Syrien