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Deutschland will Türken 'massenhaft' abschieben: Einigung zwischen beiden Ländern erzielt

Berichten deutscher Medien zufolge bereitet sich die Bundesregierung darauf vor, 13.500 türkische Staatsbürger abzuschieben, die in das Land eingereist sind, um Asyl zu beantragen, deren Anträge jedoch abgelehnt wurden. Das Außenministerium hat eine Stellungnahme zu den Berichten in der deutschen Presse abgegeben.

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Deutschland will Türken 'massenhaft' abschieben: Einigung zwischen beiden Ländern erzielt

12PUNTO AUSLANDSREDAKTION

Es wird erwartet, dass 13.500 Personen, die aus der Türkei nach Deutschland gereist sind, das Land verlassen müssen. Nach langen Verhandlungen haben Berlin und Ankara eine Einigung erzielt. In der kommenden Zeit ist geplant, wöchentlich durchschnittlich etwa 500 Personen abzuschieben.

Bei den zurückzuführenden Personen handelt es sich um Menschen, die auf legalem oder illegalem Weg nach Deutschland eingereist sind, anschließend einen Antrag auf Asylstatus gestellt haben, deren Anträge jedoch abgelehnt wurden.

Wie die Zeitung Frankfurter Allgemeine (FA) unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, gingen der Entscheidung zur Massenabschiebung monatelange Verhandlungen zwischen Ankara und Berlin voraus.

Zudem wird behauptet, dass Deutschland bereits damit begonnen habe, Personen, deren Asylanträge abgelehnt wurden, in die Türkei zurückzuschicken.

Andererseits laufen die Vorbereitungen für Flüge, die wöchentlich 500 Personen in die Türkei zurückbringen sollen, um die Rückführungen gesammelt und schneller durchführen zu können. Insgesamt müssen 13.500 türkische Staatsbürger das Land verlassen.

Deutschland hatte im vergangenen Jahr 871 türkische Staatsbürger abgeschoben.

Da die Rückführungen bisher über Linienflüge erfolgten, war Deutschland gezwungen, die meisten Asylbewerber über einen langen Zeitraum im Land zu behalten. Die verbleibenden Personen erhielten im Rahmen der deutschen Gesetze verschiedene Rechte. Beispielsweise gewährte die Duldung, die viele Asylbewerber erhielten, diesen Menschen ein rechtliches Aufenthaltsrecht.

ASYLANTRAEGE NACH ERDOGANS WIEDERWAHL GESTIEGEN

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass es aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage im Land im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Zahl der Menschen gab, die aus der Türkei nach Deutschland kamen.

Laut der FA habe auch die Wiederwahl von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu einem Anstieg der Zahl der Asylbewerber geführt.

In den vergangenen Jahren war die Türkei unter den Ländern, deren Bürger in Deutschland Asyl beantragten, auf den zweiten Platz hinter Syrien aufgestiegen.

Der Zeitung zufolge lebte ein Großteil der Türken, die das Land verlassen müssen, derzeit mit einer 'Duldung', da sie nicht über gültige Papiere verfügten.

Es heißt, Ankara signalisiere nun eine deutlich höhere Kooperationsbereitschaft.

In Deutschland leben mehr als eineinhalb Millionen Türken. Die meisten dieser Menschen sind deutsche Staatsbürger. Andererseits hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren neben denjenigen, die auf legalem Weg ins Land kamen, auch vielen Menschen, die auf illegalem Weg einreisten, den 'Asylstatus' gewährt.

'ES WURDE NACH EINER LOESUNG GESUCHT, DIE DAS ANSEHEN DER TUERKEI WAHRT'

Die FA behauptete, die Türkei habe sich bisher geweigert, 'die Abgeschobenen massenhaft in dieselben Flugzeuge zu setzen', mit der Begründung, dass ihr 'Ansehen dadurch geschädigt würde'.

Abschiebungen konnten bisher nur über Linienflüge durchgeführt werden. Nun sollen die 'speziell für Rückführungen durchgeführten Flüge' (Charterflüge) offiziell als 'Sonderflüge' bezeichnet werden.

In dem FA-Bericht heißt es: 'Es wurde auch erörtert, eine Lösung zu finden, die das Ansehen der Türkei wahrt... Ankara kann damit leben.'

Es wurde zudem berichtet, dass die Bundesregierung im Gegenzug für die beschleunigten Abschiebungen versprochen habe, Visumanträge schneller zu bearbeiten.

Abschließend merkte die Zeitung an: 'Der Wechsel des zuständigen Ministeriums in der Türkei (obwohl im Bericht nicht spezifiziert wird, welches Ministerium gemeint ist, ist wahrscheinlich das Außenministerium gemeint) hat viele zuvor langsame Prozesse spürbar beschleunigt.'

DEMENTI ZU DEN BEHAUPTUNGEN IN DER DEUTSCHEN PRESSE

Der Sprecher des Außenministeriums, Öncü Keçeli, dementierte die Behauptungen in der deutschen Presse in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Konto.

Keçeli äußerte sich wie folgt:

„Die Berichte in der deutschen Presse über die Rückkehr unserer Bürger, die kein rechtmäßiges Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, in die Türkei entsprechen nicht der Wahrheit.

Es wurde keinerlei Praxis zugestimmt, die eine massenhafte Abschiebung unserer Bürger vorsieht.

Dieses Thema kam bei dem Treffen zwischen unserem Präsidenten und dem deutschen Bundeskanzler Scholz am 23. September in New York nicht zur Sprache.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland Präsident Recep Tayyip Erdoğan Abschiebung Flüchtling