E-Mails von Jeffrey Epstein veröffentlicht: Korrespondenz mit dem US-Botschafter in Ankara, Tom Barrack, aufgetaucht
Demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses haben E-Mails veröffentlicht, die Jeffrey Epstein an Tom Barrack gesendet hat. In den Nachrichten findet sich die Äußerung Epsteins: „Schick mir ein Foto mit dem Kind, bring mich zum Lächeln“, deren Kontext jedoch unbekannt bleibt.
Demokratische Mitglieder des Aufsichtsausschusses des US-Repräsentantenhauses haben am Mittwoch, dem 12. November, E-Mails veröffentlicht, die Jeffrey Epstein an seine Freundin Ghislaine Maxwell und den Autor Michael Wolff gesendet hatte. Unter den veröffentlichten Korrespondenzen befanden sich auch Nachrichten zwischen Epstein und dem US-Botschafter in Ankara sowie Sondergesandten für Syrien, Tom Barrack, vom 9. März 2016.
KORRESPONDENZ MIT BARRACK AUFGETAUCHT
In seiner Nachricht berichtete Epstein über Anfragen von Journalisten, die ihn die ganze Woche über zu Donald Trump, Marla, Schönheitswettbewerben und den Clintons kontaktiert hatten. Barrack antwortete darauf: „Ich hoffe, es geht dir gut, lass uns sprechen.“ Epstein fuhr daraufhin fort: „Schick mir ein Foto mit dem Kind, bring mich zum Lächeln.“ In welchem Kontext diese Äußerung verwendet wurde, wurde jedoch nicht erläutert.
In den veröffentlichten E-Mails fanden sich auch Hinweise darauf, dass US-Präsident Donald Trump von Epsteins Missbrauch an minderjährigen Mädchen gewusst haben könnte. In einer 2011 an Maxwell gesendeten E-Mail wurde behauptet, dass Trump Stunden mit einem der namentlich nicht genannten Opfer verbracht habe.
REAKTION AUS DEM WEISSEN HAUS
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wies die Vorwürfe der Demokraten bezüglich Trumps Beziehung zu Epstein zurück. Leavitt erklärte, die veröffentlichten E-Mails würden kein Fehlverhalten Trumps belegen und argumentierte, das Ziel der Demokraten sei es, politisch zu punkten. Die Sprecherin betonte, dass Trump Epstein aus seinem Club ausgeschlossen habe, nachdem Vorwürfe wegen Belästigung von Mitarbeiterinnen, einschließlich Giuffre, laut geworden waren.
US-Präsident Donald Trump behauptete in einem Beitrag auf seinem Truth-Social-Account, die Demokraten würden das Thema Epstein aufgreifen, um von den Misserfolgen der Regierung abzulenken. Trump erklärte, das Thema werde lediglich zur Ablenkung genutzt.
DER FALL JEFFREY EPSTEIN
Jeffrey Epstein stand wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs zahlreicher Mädchen unter 18 Jahren, einschließlich Minderjähriger unter 14 Jahren, sowie wegen des Aufbaus eines Prostitutionsrings vor Gericht. Epstein wurde am 10. August 2019 tot im Metropolitan Correctional Center in Manhattan, New York, aufgefunden.
In den Prozessakten tauchten die Namen prominenter und bekannter Persönlichkeiten auf, darunter Prinz Andrew, Donald Trump, Bill Clinton, Ehud Barak, Al Gore, Kevin Spacey, Michael Jackson, David Copperfield, Alan Dershowitz und Bill Richardson. In den Untersuchungen des FBI und des Justizministeriums wurde Epsteins Tod offiziell als Suizid registriert.
Das Wall Street Journal berichtete, dass Epsteins Freundin Maxwell Bekannte gebeten habe, Briefe für Epsteins 50. Geburtstag zu schreiben, und dass einer dieser Personen Trump gewesen sei. Der US-Journalist Tucker Carlson hatte zudem behauptet, Epstein habe für Israel gearbeitet und in Washington seien alle dieser Ansicht.
Nachrichtenquelle: 12punto
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