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Ehemaliger südkoreanischer Präsident Yoon Suk Yeol verhaftet

Der ehemalige südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol, der wegen der Ausrufung des Kriegsrechts unter dem Vorwurf des „Aufruhrs“ und des „Amtsmissbrauchs“ festgenommen worden war, wurde per Gerichtsbeschluss inhaftiert. Während die Reaktionen auf die Entscheidung zunehmen, kam es unter seinen Anhängern vor dem Gerichtsgebäude zu Ausschreitungen.

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Ehemaliger südkoreanischer Präsident Yoon Suk Yeol verhaftet

In Südkorea wurde der ehemalige Präsident Yoon Suk Yeol vom Bezirksgericht Seoul West wegen des Vorwurfs der „Anführung eines Aufruhrs“ und des „Amtsmissbrauchs“ verhaftet. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, gab das Büro für Korruptionsermittlungen (CIO) bekannt, dass die Staatsanwaltschaft innerhalb von 20 Tagen eine Anklageschrift gegen Yoon vorbereiten werde.

Das südkoreanische Präsidialamt kritisierte den Haftbefehl des Gerichts und argumentierte, dass diese Entscheidung ein politischer Vorstoß und kein juristischer sei.

SPANNUNGEN VOR DEM GERICHT

Nach der Entscheidung zur Verhaftung Yoons organisierten seine Anhänger Proteste vor dem Bezirksgericht Seoul West. Bei den Solidaritätskundgebungen, an denen etwa 44.000 Menschen teilnahmen, drang eine Gruppe gewaltsam in das Gerichtsgebäude ein. Die Demonstranten schlugen Scheiben ein und sprühten Feuerlöscher auf die Sicherheitskräfte. Bei den Zusammenstößen nahm die Polizei 45 Personen fest.

Die Polizei gab bekannt, ein neunköpfiges Team zur Untersuchung der Proteste gebildet zu haben, und erklärte, dass die festgenommenen Demonstranten bereits an früheren Solidaritätskundgebungen teilgenommen hätten.

YOON RUFT ZU „FRIEDLICHEM PROTEST“ AUF

Der inhaftierte Yoon Suk Yeol rief seine Anhänger in einem Brief zu „friedlichem Protest“ auf. Yoon forderte dazu auf, den rechtlichen Prozess zu verfolgen.

Gegen Yoon wird wegen der Ausrufung des Kriegsrechts am 3. Dezember 2024 unter dem Vorwurf des „Verfassungsbruchs“, des „Aufruhrs“ und des „Amtsmissbrauchs“ ermittelt. Die Nationalversammlung hatte aufgrund der Verfassungswidrigkeit der Kriegsrechtserklärung die Absetzung Yoons gefordert; Yoon wurde am 15. Januar in seiner Residenz festgenommen.

Die Ermittler brachten Yoon in das Büro für Korruptionsermittlungen in Gwacheon, südlich von Seoul, wo er am ersten Tag mehr als 10 Stunden lang verhört wurde. Es wurde bekannt, dass Yoon die Aussage verweigerte und anschließend in ein Haftzentrum verlegt wurde.


Nachrichtenquelle: 12punto

Südkorea Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol