Ein Novum in einem katholischen Land: Gesetz zur 'medizinisch assistierten Sterbehilfe' in der Toskana verabschiedet
Die italienische Region Toskana hat ein Gesetz zur 'medizinisch assistierten Sterbehilfe' verabschiedet und ist damit die erste katholisch geprägte Region, die dieses Recht anerkennt. Die Partei von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angekündigt, gegen das Gesetz vorzugehen.
Die Regionalverwaltung der zentralitalienischen Toskana hat das Gesetz zur 'medizinisch assistierten Sterbehilfe' in einer Abstimmung im Regionalrat mit 27 zu 13 Stimmen angenommen. Diese Entscheidung macht die Toskana zur ersten Region in dem mehrheitlich katholischen Land, die ein solches Gesetz umsetzt.
Das neue Gesetz sieht vor, dass Patienten, die bestimmte Eignungskriterien erfüllen, innerhalb von 10 Tagen die notwendigen Medikamente und das medizinische Personal durch den regionalen Gesundheitsdienst erhalten, falls ihr eigener Arzt das Verfahren nicht durchführen möchte. Zudem wird Ärzten das Recht eingeräumt, aus ethischen oder moralischen Gründen nicht an diesem Prozess teilzunehmen.
REAKTION VON MELONIS PARTEI
Alfredo Antoniozzi von der Partei 'Fratelli d'Italia' (FdI) von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, dass solche Entscheidungen in die Zuständigkeit des nationalen Parlaments und nicht der Regionalverwaltungen fielen, und kündigte an, dass die Regierung das Gesetz anfechten werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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