Frankreich entsendet Truppen in sein 'am Rande eines Aufstands' stehendes Überseegebiet: Proteste dauern an
Frankreich hat beschlossen, Truppen in seine Kolonie Martinique zu entsenden, wo gegen die hohen Lebenshaltungskosten protestiert wird, da die Gefahr eines Aufstands besteht.
Die französische Regierung wird Spezialeinheiten in ihr Überseegebiet Martinique in der Karibik entsenden, wo die Bevölkerung begonnen hat, gegen die hohen Lebenshaltungskosten zu demonstrieren.
Berichten der nationalen Presse zufolge trafen die Einheiten der Republikanischen Sicherheitskräfte (CRS) der französischen Nationalpolizei gestern in Fort-de-France, der Hauptstadt von Martinique, ein.
Bei den Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten, die seit Anfang September auf der Insel stattfinden, wurden mehr als 30 Personen festgenommen.
Trotz des von der Präfektur verhängten Versammlungsverbots dauerten die friedlichen Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten auch am Wochenende an.
In Martinique, wo die Lebensmittelpreise um 40 Prozent höher sind als auf dem französischen Festland, hatte die Präfektur Demonstrationen und Versammlungen im öffentlichen Raum in den Städten Fort-de-France, Le Lamentin, Ducos und Le Robert untersagt.
Zudem wurde in einigen Stadtvierteln von Fort-de-France und Le Lamentin eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

In Martinique dauern die Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten seit Anfang September an
FRANKREICH ENTSENDET ERSTMALS SEIT 1959 WIEDER TRUPPEN IN SEINE KOLONIE
Nach den Unruhen im Jahr 1959 in Martinique, bei denen den Republikanischen Sicherheitskräften vorgeworfen wurde, durch den Einsatz unverhältnismäßiger Gewalt den Tod einiger Demonstranten verursacht zu haben, war diesen Einheiten der Zutritt zur Insel seit jenem Datum untersagt worden.
Die Bevölkerung auf der Insel protestiert seit Anfang September gegen die hohen Lebenshaltungskosten.
Die französische Kolonie Martinique liegt in der Karibik, etwa 7.000 Kilometer vom französischen Festland entfernt, und hat 350.000 Einwohner.
Nachrichtenquelle: AA
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