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Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Genf dauerten kürzer als erwartet

Die Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in der neuen Runde in Genf dauerten nur zwei Stunden. Der ukrainische Präsident Selenskyj warf Russland vor, den Verhandlungsprozess bewusst zu blockieren, während beide Seiten insbesondere bei der Gebietskontrolle in der Ostukraine und in grundlegenden Fragen keine Einigung erzielen konnten.

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Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland in Genf dauerten kürzer als erwartet

Die neue Runde der Friedensgespräche, die von den Delegationen der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA in Genf aufgenommen wurde, endete viel früher als erwartet nach etwa zwei Stunden. Nach den Treffen erklärte der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj, dass am Verhandlungstisch keine Fortschritte erzielt werden konnten, und äußerte, dass der Prozess von Moskau absichtlich verlangsamt werde.

Präsident Selenskyj erklärte in einer Stellungnahme über soziale Medien: „Russland ist bestrebt, Gespräche, die zu einem Abschluss gebracht werden könnten, absichtlich hinauszuzögern.“ Die russische staatliche Nachrichtenagentur bestätigte unmittelbar nach diesen Äußerungen Selenskyjs das Ende der Gespräche.

Der russische Vertreter Wladimir Medinski, der die Verhandlungen leitete, erklärte, dass der Prozess in kurzer Zeit wieder aufgenommen werden könnte, nannte jedoch kein genaues Datum. Die ukrainische Delegation bestätigte ebenfalls, dass die Treffen etwa zwei Stunden dauerten.

Die Vermittlerrolle der Vereinigten Staaten von Amerika stand ebenfalls in der Kritik. Präsident Selenskyj kritisierte den Aufruf von US-Präsident Donald Trump an die Ukraine, „offen für Kompromisse zu sein“, und argumentierte, dass dieser Ansatz nicht fair sei. In einem Interview mit US-Medien erklärte der ukrainische Staatschef, dass jeder Plan, der den Verzicht auf bestimmte Gebiete in der Ostukraine beinhalte, im Falle eines Referendums im Land abgelehnt würde.

Trump hatte Anfang der Woche erklärt: „Die Ukraine muss schnell an den Verhandlungstisch kommen.“

Unabhängige Quellen berichteten über den ersten Tag der Gespräche, dass die Treffen in einer „äußerst angespannten“ Atmosphäre stattfanden und sechs Stunden dauerten. Der Leiter der ukrainischen Delegation, Rustem Umerow, teilte mit, dass in dieser Runde insbesondere praktische Themen und Mechanismen zur Umsetzung von Entscheidungen erörtert wurden.

Diese Treffen in Genf fanden nach zwei zuvor ergebnislosen Verhandlungsrunden in Abu Dhabi statt. Die Parteien finden jedoch weiterhin keine gemeinsame Basis, insbesondere aufgrund der Kontrollfragen in der Ostukraine.

Russland hält weiterhin etwa 20 Prozent des ukrainischen Territoriums besetzt. In dem Krieg, der nun sein viertes Jahr erreicht hat, sind bisher Hunderttausende Menschen ums Leben gekommen, und Millionen Menschen mussten aus ihrer Heimat fliehen.


Nachrichtenquelle: 12punto