Haus der Assad-Familie in Damaskus geplündert! Bunker und geheimes Tunnelnetzwerk entdeckt
Das Haus des Anführers des in Syrien gestürzten Regimes, Baschar al-Assad, in Damaskus wurde geplündert, nachdem die Assad-Familie das Land am 8. Dezember verlassen hatte. In der gefilmten Villa sind persönliche Gegenstände der Familie, Bilder des Bruders des ehemaligen Machthabers, Basil al-Assad, sowie weitere Einrichtungsgegenstände verstreut. Unter dem Gebäude wurde zudem ein durch Sicherheitsvorkehrungen geschützter Bunker sowie ein Tunnelnetzwerk entdeckt.
Das vierstöckige Wohnhaus, in dem Baschar al-Assad und seine Familie lebten, befindet sich im Stadtteil Malki in Damaskus.
Das Gebäude grenzt an die Villa an, in der Hafiz al-Assad zu Lebzeiten wohnte. Nach dem Tod von Hafiz soll die Villa an Baschars Schwester, Buschra al-Assad, übergegangen sein.
Die Sicherheitskräfte, die in der Gegend stationiert sind, um Plünderungen durch die Bevölkerung zu verhindern, bestehen aus syrischen Kriegsveteranen, die während des 13-jährigen Krieges verwundet wurden.
Rund um das Haus von Assad fallen eiserne Barrieren, hohe Mauern und intensive Sicherheitsvorkehrungen auf.
Auch die Landschaftsgestaltung im Garten bleibt nicht unbemerkt.
Im Inneren des Hauses sind noch immer persönliche Gegenstände der Familie von Baschar al-Assad zu finden.
Bilder von Bassel al-Assad, dem Bruder von Baschar al-Assad, der 1994 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, sowie einige Fotonegativrollen, Zeitschriften der Kinder, Kartenspiele und Ausgaben internationaler Magazine, auf denen Baschar und Asma al-Assad abgebildet sind, liegen verstreut herum.
Es wurde angenommen, dass Bassel al-Assad der Nachfolger von Hafiz, dem damaligen Anführer der Baath-Partei, geworden wäre und die Führung des Regimes übernommen hätte, wäre er 1994 nicht bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.
DER GRÖSSTE TEIL DES HAUSES WURDE GEPLÜNDERT
In dem Haus, in dem die Familie von Baschar al-Assad lebte, sind kugelsichere Scheiben nicht nur an den Fassaden, sondern auch an den Treppen zwischen den Stockwerken zu sehen.
Nachdem die Familie Assad Syrien am 8. Dezember verlassen hatte, plünderte die Bevölkerung einen Großteil der Besitztümer der Familie.
Zurück blieben einige Möbelstücke, einige Bücher aus der Bibliothek der Familie Assad, leere Kartons, Medikamente und verstreute Papiere.
Dass die Fotoalben von Baschar al-Assad und seiner Familie in der Öffentlichkeit verstreut wurden, sorgte in den sozialen Medien für Spott.
BUNKER UND TUNNELNETZWERK UNTER DEM HAUS
Das Haus, in dem Baschar al-Assad lebte, ist über das Untergeschoss mit der angrenzenden Villa verbunden, in der früher sein Vater Hafiz al-Assad wohnte.
Hier fällt ein Bild auf, auf dem das Gesicht von Hafiz al-Assad unkenntlich gemacht wurde.
Über einen sehr langen Tunnel unter dem Gebäude gelangt man zum Bunker.
Am Eingang des Bunkers befindet sich eine dicke und schwere Vakuumtür, die als Panzerung gegen hohe Explosionskraft ausgelegt ist.
Neben Gäste-, Wohn- und Schlafzimmern befinden sich im Bunker auch Schilder, die darauf hinweisen, wohin die Tunnel führen.
Eines der Schilder führt zum staatlichen Gästehaus in der Nähe der Residenz, das als "Damaskus-Salon" bekannt ist und in dem Baschar al-Assad seine offiziellen Treffen abhielt.
Die in der Region tätigen Sicherheitskräfte gaben an, dass noch nicht entschieden sei, wie die Residenz künftig genutzt werden soll; es werde jedoch in Erwägung gezogen, sie in ein Museum umzuwandeln.
Nachrichtenquelle : 12punto
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