Gefängnisaufstand im Land: 1.534 Häftlinge geflohen, 33 Tote! Turkish Airlines sagt Flüge ab
Nach einem Aufstand in einem Gefängnis im südostafrikanischen Mosambik sind 1.534 Häftlinge geflohen; bei Zusammenstößen in der Umgebung des Gefängnisses kamen zudem mindestens 33 Menschen ums Leben. Turkish Airlines gab bekannt, dass die für heute geplanten Flüge in die mosambikanische Hauptstadt Maputo aufgrund der politischen Unruhen im Land gestrichen wurden.
Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Mosambik, die Daniel Chapo von der Befreiungsfront (FRELIMO) gewonnen hat, halten die Unruhen auf den Straßen an. In der Hauptstadt Maputo kam es während der Proteste zu einem Aufstand in einem Gefängnis.
Polizeichef Bernardino Rafael erklärte, der Aufstand sei durch regierungsfeindliche Proteste außerhalb des Gefängnisses ausgelöst worden. Rafael teilte mit, dass 1.534 Häftlinge geflohen seien und bei Zusammenstößen mit Wachen außerhalb des Gefängnisses 33 Menschen ums Leben gekommen sowie 15 weitere verletzt worden seien.
Später berichtete Rafael, dass 150 Häftlinge wieder gefasst werden konnten. Er erwähnte zudem Fluchtversuche aus zwei weiteren Gefängnissen und sagte: "Wir als Mosambikaner und Sicherheitskräfte sind besorgt. Wir erwarten in den nächsten 48 Stunden einen Anstieg der Kriminalitätsrate."
Es wurde bekannt, dass die Häftlinge die Wärter überwältigten, deren AK-47-Gewehre an sich nahmen und so aus dem Gefängnis entkommen konnten.
WAHLERGEBNIS SORGT FÜR UNRUHEN AUF DEN STRASSEN
Bei der Präsidentschaftswahl in Mosambik am 9. Oktober hatte der amtierende Kandidat Daniel Chapo gewonnen. Chapo erhielt 65 Prozent der Stimmen, während sein Rivale Mondlane 24 Prozent erreichte. Seit der Wahl protestieren die Anhänger von Mondlane gegen die Ergebnisse und behaupten, es habe Wahlbetrug gegeben.
Bei den gewaltsamen Ausschreitungen am Montag und Dienstag kamen 21 Menschen ums Leben, womit die Zahl der seit dem 21. Oktober Getöteten auf 151 gestiegen war.
TURKISH AIRLINES SAGT FLÜGE IN DIE HAUPTSTADT VON MOSAMBIK AB
Unterdessen wurden die heutigen Flüge von Turkish Airlines (THY) in die mosambikanische Hauptstadt Maputo gestrichen.
In einer Erklärung der THY-Pressestelle hieß es: "Aufgrund der politischen Unruhen in Maputo (Mosambik) wurden unsere folgenden Zwischenstopp-Flüge für den 26. Dezember beidseitig annulliert."
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Linienflüge "TK 38 Johannesburg-Maputo" und "TK 39 Maputo-Johannesburg" nicht durchgeführt werden können.
Nachrichtenquelle: İHA
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