IAEO: Iran steht der Produktion von Atomwaffen sehr nahe
Im Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) über die nuklearen Aktivitäten Irans in den letzten drei Monaten wurde erklärt, dass der Bestand an auf 60 Prozent angereichertem Uran sehr nahe an dem für die Produktion von Atomwaffen erforderlichen Niveau von 90 Prozent liegt.
Die IAEO hat ihren Bericht über die nuklearen Aktivitäten Irans in den letzten drei Monaten mit den Mitgliedsländern des Gouverneursrats geteilt. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Bestand an auf 60 Prozent angereichertem Uran in Iran zum 17. Mai 408,6 Kilogramm erreicht hat, während diese Menge im Februar noch bei 274,8 Kilogramm lag.
In dem Bericht wird betont, dass eine Anreicherung von 60 Prozent sehr nahe an dem für die Produktion von Atomwaffen erforderlichen Niveau von 90 Prozent liegt, und hervorgehoben, dass etwa 42 Kilogramm des auf 60 Prozent angereicherten Urans bei einer weiteren Anreicherung für den Bau einer Atombombe verwendet werden könnten.
"DAS EINZIGE LAND OHNE ATOMWAFFEN"
Im Bericht wird zudem darauf hingewiesen, dass Iran das einzige Land ist, das Uran auf diesem Niveau anreichert, aber keine Atomwaffen besitzt, was als "Anlass zu ernster Sorge" bezeichnet wurde. Es wird festgehalten, dass Teheran bezüglich seines Atomprogramms gewarnt und zur vollständigen Zusammenarbeit mit der IAEO aufgefordert wurde.
GESAMTUMENGE AN URAN ÜBERSTEIGT 9 TAUSEND TONNEN
In dem Bericht wird angegeben, dass der gesamte Bestand an angereichertem Uran in Iran, einschließlich niedrigerer Anreicherungsgrade, 9.247,6 Kilogramm erreicht hat, was einem Anstieg von 953,2 Kilogramm gegenüber Februar entspricht.
NUKLEARE AKTIVITÄTEN AN DREI NICHT GEMELDETEN STANDORTEN
Dem Bericht zufolge wurde festgestellt, dass Iran an drei zuvor nicht gemeldeten Standorten in Lavisan-Shian, Varamin und Turquzabad Aktivitäten unter Verwendung nicht deklarierter nuklearer Materialien durchgeführt hat. Die Agentur merkte an, dass Iran keine glaubwürdigen Antworten zu den an diesen Standorten durchgeführten Aktivitäten geliefert und die inspizierten Gebiete dekontaminiert habe.
Während in dem Bericht mitgeteilt wurde, dass Beweise dafür gefunden wurden, dass in Turquzabad bis 2018 nukleares Material unbekannter Herkunft oder kontaminierte Ausrüstung gelagert wurde, wurde auch betont, dass die Agentur derzeit keine glaubwürdigen Erkenntnisse über ein laufendes, strukturiertes und geheimes Atomwaffenprogramm in Iran habe.
Nachrichtenquelle: İHA
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