„Verdächtige“ Geräte im Libanon vernichtet: Armee wird aktiv
Die libanesische Armee hat mitgeteilt, dass sie mit der Vernichtung von „verdächtigen Pagern und Funkgeräten“ begonnen hat.
Im Libanon haben spezialisierte Einheiten der Armee damit begonnen, Pager und Funkgeräte, die als „verdächtig“ eingestuft wurden, einzusammeln und zu vernichten, nachdem es zu einer Serie von Explosionen gekommen war.
Nach den Angriffen im Land, bei denen Pager und Funkgeräte explodierten und für die Israel verantwortlich gemacht wird, hieß es in einer Erklärung der libanesischen Armee: „Spezialeinheiten der Armee sprengen Pager und verdächtige Kommunikationsgeräte in verschiedenen Regionen.“
In der Erklärung wurden die Bürger zudem dazu aufgerufen, sich von den Orten der Explosionen fernzuhalten und jedes verdächtige Gerät zu melden.
Die libanesische Armee hatte gestern auf dem Parkplatz des Krankenhauses der Amerikanischen Universität in der Hauptstadt Beirut ein Gerät, bei dem der Verdacht bestand, dass es mit einem Sprengsatz präpariert war, kontrolliert in einer Grube gesprengt.
Die libanesische Zivilluftfahrtbehörde hatte zudem die am Flughafen Beirut-Rafiq Hariri tätigen Unternehmen darüber informiert, dass die Mitnahme von „Pagern“ oder „Walkie-Talkie“-Funkgeräten an Bord von Flugzeugen nicht gestattet sei.

Spezialeinheiten der libanesischen Armee haben landesweit damit begonnen, „verdächtige“ Geräte zu beschlagnahmen
WAS WAR GESCHEHEN?
Am 17. September kam es im Libanon zu gleichzeitigen Explosionen von Pagern, die von Hisbollah-Mitgliedern verwendet wurden. Bei den Explosionen kamen bisher 12 Menschen ums Leben, etwa 2.800 weitere wurden verletzt, davon etwa 300 schwer.
Nach diesem Angriff starben am 18. September bei der Explosion zahlreicher Funkgeräte 20 Menschen, mehr als 450 wurden verletzt.
Während libanesische Behörden Israel für den Vorfall verantwortlich machen, gab es von israelischer Seite bisher keine Stellungnahme dazu.
Die Hisbollah hatte nach den Angriffen damit gedroht, einen „hohen Preis“ zu fordern.
An der israelisch-libanesischen Grenze kommt es seit dem 8. Oktober 2023 immer wieder zu teils heftigen Zusammenstößen zwischen den Konfliktparteien.
Nachrichtenquelle: AA
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