Imamoğlu-Thema bei Treffen zwischen Fidan und Rubio: Bemerkenswerte Botschaften der USA an die Türkei
Außenminister Hakan Fidan besuchte am Dienstag die USA und traf sich mit dem US-Außenminister Marco Rubio. Während keine detaillierten Erklärungen zu dem Treffen abgegeben wurden, berichtete die türkische Presse, dass die Verhaftung von Ekrem İmamoğlu bei dem Gespräch zur Sprache gekommen sei.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Bei dem Treffen zwischen Rubio und Fidan wurde die Zusammenarbeit beider Länder in der Verteidigungsindustrie erörtert. Zudem standen regionale Sicherheitsthemen und diplomatische Beziehungen auf der Tagesordnung. Es wurde zudem behauptet, dass die Verhaftung von İmamoğlu thematisiert wurde. Mike Waltz, der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, hatte wenige Tage vor der Verhaftungsentscheidung erklärt, dass ''sehr gute Nachrichten aus der Türkei eingetroffen seien und weiterhin eintreffen würden''. US-Beamte gaben keine Details zum Inhalt der diplomatischen Gespräche mit der Türkei bekannt. Auch Waltz erläuterte nicht, was er mit dem Ausdruck 'gute Nachrichten' meinte.
Diplomatische Quellen aus der Türkei betonten, dass das Treffen in einer positiven Atmosphäre verlaufen sei. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Besorgnisse der USA bezüglich der Verhaftung von İmamoğlu bei dem Treffen auf eine andere Weise behandelt wurden. Ein Beamter sagte: 'Wir gehen davon aus, dass die Erklärung des US-Außenministeriums möglicherweise bereits vor dem Treffen vorbereitet worden war.'
Waltz hatte hingegen in einer Erklärung vor der Verhaftung von İmamoğlu festgehalten, dass man 'gute Nachrichten aus der Türkei erhalten habe'. Während Waltz zum Ausdruck brachte, dass weiterhin gute Nachrichten folgen würden, gab er keine Informationen darüber, was er mit diesen Worten meinte.
Rubio ging in derselben Erklärung auf die jüngsten Verhaftungen in der Türkei ein und äußerte Folgendes:
''Ich habe meine Besorgnis über die Situation von Ekrem İmamoğlu zum Ausdruck gebracht.''

CAATSA-SANKTIONEN AUF DER TAGESORDNUNG
Die türkische Seite übermittelte ihre Erwartungen hinsichtlich der Aufhebung der US-CAATSA-Sanktionen und einer erneuten Aufnahme in das F-35-Programm. Beamte des Außenministeriums erklärten, dass technische Gespräche zur Überwindung der Hindernisse im Verteidigungsbereich beginnen würden.
Dem Bericht von Doğa Öztürk von der Zeitung Cumhuriyet zufolge wurden bei dem Treffen auch die Sicherheitslage in Syrien, die diplomatischen Bemühungen im Ukraine-Russland-Krieg sowie der Normalisierungsprozess zwischen Aserbaidschan und Armenien besprochen. Der Behauptung nach bestätigten die Parteien, dass die Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung fortgesetzt werde.
Rubio gab in einem Beitrag über soziale Medien bekannt, dass man über Handels- und Sicherheitskooperationen gesprochen habe, und fügte hinzu:
''Wir haben gemeinsame Themen erörtert, von den Friedensbemühungen in der Ukraine bis hin zu den regionalen Aktivitäten des Iran.''
Einige US-Medien behaupteten, dass die Trump-Regierung plane, die Sanktionen gegen die Türkei zu lockern und das F-35-Programm neu zu bewerten. Zu den Behauptungen zählte auch, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan im kommenden Monat einen offiziellen Besuch in den USA abstatten könnte.
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