In Polen explodierter Fremdkörper als russische Drohne identifiziert
Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz gab bekannt, dass es sich bei dem Fremdkörper, der auf einem Maisfeld im Dorf Osiny explodierte, um eine russische Drohne handelte.
Es wurde geklärt, worum es sich bei dem Fremdkörper handelte, der auf einem Maisfeld in Polen explodierte. Der stellvertretende polnische Ministerpräsident und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärte auf einer Pressekonferenz, dass der Fremdkörper, der gestern gegen 02.00 Uhr Ortszeit auf einem Maisfeld im Dorf Osiny explodierte, eine russische Drohne war. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz gab an, dass die Einsatzkräfte unmittelbar nach der Explosion in dem Dorf in der Region Lublin, das 100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, zum Ort des Geschehens geeilt seien. Nach den durchgeführten Untersuchungen habe man festgestellt, dass es sich bei dem Fremdkörper um eine russische Version der im Iran hergestellten Shahed-Drohne handele.
Kosiniak-Kamysz sagte: „Wir sehen uns erneut mit einer Provokation der russischen Seite, mit einer russischen Drohne, konfrontiert. In einem Moment, in dem Friedensgespräche geführt werden und Hoffnung auf ein Ende des von Russland gegen den ukrainischen Staat begonnenen Krieges besteht, der die Sicherheit der NATO bedroht, greift Russland zu Provokationen. Russlands Strategie in kritischen Momenten ist eine Strategie der Provokation; der hybride Krieg dauert weiterhin an.“
Der stellvertretende Befehlshaber des operativen Kommandos der polnischen Streitkräfte, Dariusz Malinowski, erklärte hingegen, dass es sich nach ihrer Einschätzung bei der betreffenden Drohne um eine Köderdrohne handele, die keinen Sprengkopf, sondern einen Selbstzerstörungsmechanismus trage. Malinowski betonte, dass die Drohne nur sehr schwer zu entdecken sei, und äußerte die Vermutung, dass sie wahrscheinlich sehr tief geflogen sei, um nicht von polnischen Radarsystemen erfasst zu werden.
Durch die Explosion im Dorf Osiny gingen bei einigen Häusern Fensterscheiben zu Bruch; es wurde jedoch berichtet, dass niemand verletzt wurde. Am 15. November 2022 war bereits eine S-300-Flugabwehrrakete, die von der Ukraine in Richtung Russland abgefeuert worden war, vom Kurs abgekommen und im Dorf Przewodow im Südosten Polens eingeschlagen, wobei zwei polnische Staatsbürger ums Leben kamen.
Nachrichtenquelle: İHA
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