Irans Außenminister Araghtschi: Es ist traurig zu sehen, wie die Sicherheitskonferenz zum Zirkus verkommt
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat scharf auf die Münchner Sicherheitskonferenz und die Haltung der Europäischen Union (EU) gegenüber dem Iran reagiert und erklärt: „Es ist traurig zu sehen, wie die Münchner Sicherheitskonferenz, die normalerweise eine ernsthafte Veranstaltung ist, zum Münchner Zirkus wird, wenn es um den Iran geht.“
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat auf die Münchner Sicherheitskonferenz und die Haltung der Europäischen Union (EU) gegenüber dem Iran reagiert. In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto schrieb Araghtschi: „Es ist traurig zu sehen, wie die Münchner Sicherheitskonferenz, die normalerweise eine ernsthafte Veranstaltung ist, zum Münchner Zirkus wird, wenn es um den Iran geht.
Dieses Bild, bei dem die Show den eigentlichen Inhalt in den Schatten stellt, sendet wichtige Botschaften. Die EU scheint verwirrt zu sein, was auf ihr Unverständnis darüber zurückzuführen ist, was im Iran vor sich geht.
Eine strategisch ziellose EU hat ihr gesamtes geopolitisches Gewicht in unserer Region verloren. Insbesondere Deutschland ist führend darin, seine Regionalpolitik vollständig an Israel auszuliefern. Die allgemeine Entwicklung Europas ist, gelinde gesagt, fatal“, so Araghtschi.
Araghtschi argumentierte, dass Europa bei den laufenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wirkungslos geworden sei, und erklärte: „Was bedeutet das alles in der Praxis? Die Lähmung und Wirkungslosigkeit der EU und der E3 (Deutschland, Großbritannien und Frankreich) zeigt sich in der Dynamik, die sich um die aktuellen Gespräche zum iranischen Atomprogramm rankt. Europa, einst ein zentraler Gesprächspartner, ist nicht mehr präsent. Stattdessen sind unsere Freunde in der Region weitaus effektiver und hilfreicher als eine E3, die mit leeren Händen am Rande steht.“
Einladung an den Iran wurde zurückgezogen
Im Rahmen der 62. Münchner Sicherheitskonferenz, die dieses Jahr vom 13. bis 15. Februar in Deutschland stattfand, war Araghtschi ursprünglich eingeladen worden. Die Organisatoren der Konferenz zogen die Einladungen an Araghtschi und andere iranische Beamte jedoch mit der Begründung zurück, dass es im Iran zu Protesten und einem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten gekommen sei.
Die Berliner Regierung hatte ebenfalls erklärt, dass Berichte über den Tod Tausender Menschen bei den Einsätzen gegen die Demonstrationen im Iran vorlägen und sie sich daher gegen eine Einladung iranischer Vertreter zur Konferenz ausspreche.
Nachrichtenquelle: 12punto
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