IS-Reorganisierungsprozess sorgt für Besorgnis
Nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes in Syrien gewinnt der IS Berichten zufolge wieder an Stärke. Sicherheitsexperten geben an, dass die Organisation ihre Schläferzellen aktiviert und neue Kämpfer rekrutiert.
Es heißt, dass der IS seit seiner Niederlage im Jahr 2019 zum ersten Mal wieder so organisiert agiert. Sicherheitsbehörden aus Syrien, dem Irak, den USA und Europa geben an, dass sich die Organisation in einem Reorganisierungsprozess befindet. Es wurde berichtet, dass der IS seine Schläferzellen in Syrien und im Irak aktiviert, Waffen verteilt und seine Propagandatätigkeiten verstärkt hat.
Nach dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Dezember wurde beobachtet, dass der IS wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Es wurde bekannt, dass zwei IS-Kämpfer am 2. Dezember in den Irak einreisten, um Angriffsanweisungen zu überbringen, jedoch gefasst wurden. Elf Tage später wurde ein Selbstmordattentäter in Daquq dank Geheimdienstinformationen gestoppt. Der irakische Kommandeur Abd al-Amir al-Bayati sagte: "Der IS nutzt das Chaos als Chance."
ANGRIFFSZAHLEN NIEDRIG, ABER DIE GEFAHR BESTEHT WEITER
Laut Daten der SITE Intelligence Group bekannte sich der IS in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 zu 38 Angriffen in Syrien. Dies entspricht einem Drittel der Angriffsanzahl des Vorjahres. Im Irak wurden lediglich vier Angriffe verzeichnet. Experten weisen darauf hin, dass diese Stille darauf hindeutet, dass sich die Organisation in einer neuen Umstrukturierungsphase befindet.
Europäische Geheimdienstquellen haben festgestellt, dass einige ausländische Kämpfer zum ersten Mal seit Jahren nach Syrien zurückgekehrt sind. Es ist noch unklar, ob sich diese Personen dem IS oder anderen Gruppen angeschlossen haben. Diese Entwicklung zeigt jedoch, dass das Potenzial der Organisation, eine internationale Dimension zu erreichen, weiterhin besteht.
Die Bemühungen von Ahmed Schara, dem Anführer der Übergangsregierung nach Assad, sich dem Westen anzunähern, stießen bei einigen dschihadistischen Gruppen auf Ablehnung. Der IS verurteilte Scharas Treffen mit Trump und rief ausländische Kämpfer dazu auf, sich den eigenen Reihen anzuschließen.
ZUKUNFT DES IS UNGEWISS
Die Zukunft der von der YPG/SDG kontrollierten Lager, in denen etwa 9.000 IS-Mitglieder und ihre Familien festgehalten werden, bleibt ungewiss. Beamte des US-Verteidigungsministeriums erklärten, dass sie die Regierung Schara genau beobachten würden.
Der Irak verstärkt präventive Operationen, um ein erneutes Erstarken des IS zu verhindern. Gezielte Luftangriffe, die Überwachung durch Drohnen (SİHA) und die Koordination in Grenzregionen wurden intensiviert. Der irakische Außenminister Fuad Hussein sagte: "Der IS wächst immer noch; die Stabilität Syriens ist entscheidend für unsere Sicherheit."
IST DIE STILLE DES IS EIN REORGANISIERUNGSPROZESS?
Rita Katz, Direktorin der SITE Intelligence Group, erklärte, dass der Rückgang der Angriffsanzahl des IS nicht bedeute, dass die Organisation geschwächt sei. Katz kommentierte: "Wahrscheinlich eine Phase der Umstrukturierung und Strategieentwicklung." Es wird geschätzt, dass sich zwischen 1.500 und 3.000 IS-Terroristen in Syrien und im Irak aufhalten. Behörden gaben an, dass der IS zwar nicht mehr die Stärke besitze, große Gebiete wie im Zeitraum 2014–2017 zu erobern, er jedoch in der Region auf Gelegenheiten warte.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung