Israel räumt Stillstand bei Waffenruhe ein
Omer Dostri, Sprecher des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, erklärte zur zweiten Phase des Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen: „Israel führt derzeit keine Verhandlungen über die zweite Phase des Abkommens.“
Aus Israel kam ein Eingeständnis bezüglich der Verhandlungen über die zweite Phase des am 19. Januar in Kraft getretenen dreistufigen Waffenstillstandsabkommens im Gazastreifen.
Omer Dostri, Sprecher des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, wies die Aussage des Likud-Abgeordneten Yuli Edelstein zurück, der im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des Parlaments behauptet hatte, Israel befinde sich in Verhandlungen über die zweite Phase des Waffenstillstandsabkommens. Dostri erklärte: „Entgegen der Behauptung des Abgeordneten Edelstein führt Israel derzeit keine Verhandlungen über die zweite Phase des Abkommens.“
Dostri hatte am 9. Februar noch erklärt, dass sich eine israelische Delegation für Gespräche über die zweite Phase des Waffenstillstandsabkommens in Doha, der Hauptstadt Katars, befinde. Dostris jüngste Äußerung bedeutet, dass Israel erstmals offiziell einräumt, dass entgegen den Bedingungen des Abkommens keine Verhandlungen geführt werden.
WAFFENSTILLSTANDSABKOMMEN IST DREISTUFIG
Die erste Phase des am 19. Januar zwischen Israel und der Hamas begonnenen dreistufigen Abkommens umfasst die Beendigung der Angriffe, die Freilassung von 33 der rund 100 Geiseln, den Abzug israelischer Streitkräfte aus dicht besiedelten Gebieten Gazas sowie eine Aufstockung der humanitären Hilfe für den Gazastreifen.
Während die erste Phase noch andauerte, hätten die Verhandlungen über die zweite Phase am 16. Tag des Waffenstillstands (3. Februar) beginnen sollen. Die zweite Phase sieht die Freilassung aller lebenden Geiseln, einschließlich männlicher Soldaten, sowie den vollständigen Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen vor. In der dritten Phase sollen die Leichname verstorbener Geiseln übergeben und ein umfassender Wiederaufbauprozess im Gazastreifen eingeleitet werden.
Seit dem Inkrafttreten des Waffenstillstands am 19. Januar gab es fünf Gefangenenaustausche, bei denen Israel 766 palästinensische Häftlinge und die Hamas 21 Geiseln freiließen.
Nachrichtenquelle: İHA
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