Israels Verteidigungsminister Gallant kündigt Bedarf an 10.000 zusätzlichen Soldaten an
Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant erklärte, dass die israelische Armee dringend 10.000 zusätzliche Soldaten benötige.
Das israelische Armeeradio übertrug Gallants Rede vor dem Sicherheitsausschuss des Parlaments.
Dem Bericht zufolge sagte Gallant: "Wir benötigen dringend 10.000 zusätzliche Soldaten. Wir könnten 4.800 ultraorthodoxe Juden (Haredim) einziehen."
Andererseits berichtete der israelische Sender Kanal 12 von einem deutlichen Anstieg der Zahl der Offiziere, die ihren Dienst in der Armee beenden wollen.
Während in der israelischen Armee jährlich durchschnittlich 100 bis 120 Hauptleute und Majore in den Ruhestand gehen, wurde berichtet, dass seit Beginn der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen fast 900 Offiziere in diesen Dienstgraden die Auflösung ihrer Verträge beantragt haben.
Dem Bericht zufolge gehören die Angriffe vom 7. Oktober zu den Gründen für diese Krise in der Armee.
In dem Bericht, der auf die Misserfolge der Armee in den Konflikten mit der Hamas hinweist, wurde erwähnt, dass sich israelische Soldaten nicht wertgeschätzt fühlen und dass die Rhetorik der Öffentlichkeit und einiger Politiker die Armee delegitimiert.
Es wurde festgestellt, dass die israelische Armee derzeit Schwierigkeiten hat, Offiziere in ihren Positionen zu halten.
ENTSCHEIDUNG ZUR AUFHEBUNG DER BEFREIUNG VOM WEHRDIENST
Der Oberste Gerichtshof Israels entschied am 25. Juni einstimmig, dass es keine gesetzliche Grundlage für die Befreiung ultraorthodoxer jüdischer Männer vom Wehrdienst gebe und dass diejenigen, die wehrfähig seien, zum Dienst eingezogen werden müssten.
In der Entscheidung wurde zudem festgelegt, dass diejenigen, die nicht zum Militärdienst eingezogen werden, keinen Anspruch mehr auf staatlich finanzierte Sozial- und Bildungsleistungen haben sollen.
Es wird erwartet, dass die Entscheidung, dass Haredi-Männer ihren Wehrdienst leisten müssen, politische und gesellschaftliche Konsequenzen haben wird.
Diese historisch bedeutsame Entscheidung birgt das Potenzial, neue interne Unruhen in Israel auszulösen und einen kulturellen Konflikt zu schüren.
Wer den Wehrdienst verweigert, wird künftig keine staatliche Unterstützung mehr erhalten. Die gesetzliche Ausnahmeregelung, die ultraorthodoxe Juden vom Militärdienst befreite, war im März 2024 ausgelaufen.
Die Haredim, die den Militärdienst meist aus religiösen Gründen verweigern, machen etwa 12 Prozent der 9 Millionen Einwohner des Landes aus.
Nachrichtenquelle: AA
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