Entscheidung der kanadischen Regierung zur Türkei: Waffenexportbeschränkungen werden aufgehoben
Die kanadische Regierung hat mitgeteilt, dass sie die seit 2020 geltenden Exportbeschränkungen für Rüstungsunternehmen, die in die Türkei verkaufen möchten, aufhebt.
In einer auf der offiziellen Website der Regierung veröffentlichten Erklärung an die Exportunternehmen wurde mitgeteilt, dass die Beschränkungen nicht mehr in Kraft sind.
In der Erklärung wurde daran erinnert, dass am 16. April 2020 eine Politik der Ablehnung von Anträgen auf den Export bestimmter rüstungsrelevanter Güter in die Türkei eingeführt worden war, und es hieß: "Ab dem Datum dieser Mitteilung ist die Politik der mutmaßlichen Ablehnung nicht mehr in Kraft."
BESCHRÄNKUNG AUFGEHOBEN
Es wurde darauf hingewiesen, dass Anträge auf Export- und Vermittlungsgenehmigungen für die Türkei, einschließlich der Munitionsliste, nun im Rahmen des kanadischen Risikobewertungsrahmens von Fall zu Fall geprüft werden.
Die Erklärung enthielt zudem Standardformulierungen, die bei ähnlichen internationalen Exportgenehmigungen üblich sind, sowie Verweise auf die Forderung nach Zusicherungen bei Verkäufen an Drittländer und Bezüge zum Menschenrechtsrecht.
HINTERGRUND DER EXPORTE
Die kanadische Regierung hatte ein Waffenembargo gegen die Türkei verhängt, weil diese im Zweiten Bergkarabachkrieg, der am 27. September 2020 begann und 44 Tage dauerte, Aserbaidschan bei der Rückeroberung der von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebiete unterstützt hatte.
Kanada hatte behauptet, dass in den türkischen Drohnen, die gegen armenische Stellungen eingesetzt wurden, kanadische Technologie verwendet wurde, und verhängte daraufhin im Oktober 2020 ein Embargo für Rüstungsexporte in die Türkei.
Aufgrund dieser Embargoentscheidung erlitten kanadische Unternehmen Verluste zwischen 250 und 300 Millionen Dollar; das Unternehmen Telemus Systems, dessen einziger Abnehmer seiner Produkte TUSAŞ war, ging bankrott, da es in den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 keinerlei Einnahmen erzielen konnte.
Die Regierung in Ottawa hatte ihr erstes Embargo als Reaktion auf die türkische Militäroperation in Syrien im Jahr 2019 eingeleitet, war jedoch nach hochrangigen Gesprächen zwischen den Parteien im Juni 2020 von dieser Entscheidung zurückgetreten.
Nachrichtenquelle: AA
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