Katar fordert Israel auf
Katar hat seine Forderung bekräftigt, die internationalen Bemühungen zu verstärken, um sicherzustellen, dass alle israelischen Nuklearanlagen der Aufsicht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) unterstellt werden.
In einer schriftlichen Erklärung des katarischen Außenministeriums wurde mitgeteilt, dass Katar diese Forderung erneut während der vierteljährlichen Sitzung des IAEO-Gouverneursrats in der österreichischen Hauptstadt Wien vorgebracht habe.
Der Ständige Vertreter Katars bei den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in Wien, Casim el-Hemmadi, erklärte in seiner Rede auf der Sitzung: „Die internationale Gemeinschaft und ihre Institutionen müssen ihren Verpflichtungen nachkommen, um sicherzustellen, dass Israel alle seine Nuklearanlagen für die IAEO-Inspektionen öffnet, im Einklang mit den Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates, der UN-Generalversammlung und der IAEO sowie den Beschlüssen der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NVV) von 1995.“
El-Hemmadi wies darauf hin, dass alle Länder im Nahen Osten, mit Ausnahme Israels, Vertragsparteien des NVV seien und über geltende Sicherungsabkommen mit der IAEO verfügten.
Katar hatte dieselben Forderungen bereits im September 2023 auf der 67. Generalkonferenz der IAEO in Wien geäußert.
Die vierteljährliche Sitzung des IAEO-Gouverneursrats fand vom 3. bis 7. März in Wien statt.
Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das dem NVV nicht beigetreten ist. Inoffiziellen Schätzungen zufolge wird davon ausgegangen, dass Israel über Atomwaffenkapazitäten verfügt.
Nach Daten der Federation of American Scientists (FAS) aus dem Jahr 2023 wird geschätzt, dass Israel über etwa 90 Atomsprengköpfe verfügt und über genügend Plutoniumkapazitäten verfügen könnte, um 100 bis 200 Atomwaffen herzustellen.
Das israelische Nuklearprogramm begann Ende der 1950er Jahre mit der Errichtung eines Kernforschungszentrums in der Nähe von Dimona in der Negev-Wüste. Dieses Programm erhielt Unterstützung von einigen westlichen Ländern, allen voran Frankreich. Frankreich stellte Israel Ende der 1950er Jahre einen Kernreaktor und eine Wiederaufarbeitungsanlage zur Verfügung.
Während westliche Länder bezüglich des israelischen Nuklearprogramms schweigen, üben sie weiterhin Druck auf die nuklearen Aktivitäten des Iran und Nordkoreas aus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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