Lawrow: Die USA müssen den Krieg beenden
Der russische Außenminister Sergei Lawrow äußerte sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ägyptischen Amtskollegen Badr Abdelatty zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sowie zur Krise im Nahen Osten: „US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sofort zur Normalität zurückkehren werde, sobald die Kämpfe enden. Er muss nicht nur dies vom Iran fordern, sondern eigentlich den Krieg beenden.“
Der russische Außenminister Sergei Lawrow traf sich in der Hauptstadt Moskau mit dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty. Nach dem Gespräch hielten die Minister eine Pressekonferenz ab, bei der sie auf die Krise im Nahen Osten eingingen.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow kritisierte die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach die Straße von Hormus nach Ende des laufenden Konflikts wieder voll funktionsfähig sein werde: „Sie verhehlen ihre Kontakte mit den Iranern nicht. Sie sagen jedoch, dass es sich dabei nicht um Verhandlungen, sondern um eine ‚Suche nach Positionen‘ handele.
Dennoch ist dies ein Prozess. Präsident Trump sagte kürzlich, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sofort zur Normalität zurückkehren werde, sobald die Kämpfe enden. Das bedeutet, er muss nicht nur dies vom Iran fordern, sondern eigentlich den Krieg beenden“, sagte er.
„Der Entwurf Bahrains wird den Zorn Teherans verstärken“
Lawrow kritisierte zudem den von Bahrain ausgearbeiteten Entwurf für einen Vorschlag zur Sicherheit der Straße von Hormus, der den Vereinten Nationen (UN) vorgelegt werden soll: „Dass inmitten eines Prozesses, den die USA direkt als ‚Verhandlung‘ bezeichnen, nicht erwähnt wird, dass Teheran die angegriffene Partei ist, und der Druck der USA zur Annahme dieses Entwurfs werden den Zorn der Führung in Teheran verstärken. Dies bedeutet, dass jemand die Hoffnungen auf Verhandlungen untergraben will“, so Lawrow.
„Wir sind uns einig, dass es keine Alternative zur Zwei-Staaten-Lösung für das Palästina-Problem gibt“
Bezüglich der Palästina-Frage betonte Lawrow, dass die einzige Lösung eine Zwei-Staaten-Lösung sei: „Wir haben die Notwendigkeit betont, den im Oktober 2025 dank der starken Vermittlungsbemühungen Ägyptens erreichten Waffenstillstand im Gazastreifen nachhaltig zu gestalten. Wir sind wechselseitig besorgt über die Entwicklung im Westjordanland. Israel verfolgt dort eine Politik der Stärkung der administrativen und rechtlichen Kontrolle durch den ständigen Ausbau von ‚Siedlungen‘. Wir sind uns einig, dass es keine Alternative zu einer umfassenden Lösung des Palästina-Problems gibt, die auf dem bestehenden und geltenden Völkerrecht basiert und die Formel der Zwei-Staaten-Lösung in den Mittelpunkt stellt“, erklärte er.
Nachrichtenquelle: 12punto
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