Mann in Pakistan von aufgebrachter Menge wegen angeblicher Koran-Schändung verbrannt
Ein Mann in Pakistan wurde von einer Menschenmenge verbrannt, nachdem ihm vorgeworfen wurde, den Koran geschändet zu haben.
In Pakistan wurde ein Mann von einer aufgebrachten Menge verbrannt, weil ihm vorgeworfen wurde, den Koran geschändet zu haben. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurde der Mann, der zu seinem Schutz auf einer Polizeiwache festgehalten wurde, von der Menge entführt und anschließend getötet.
Eine Polizeiquelle aus der Region Swat erklärte gegenüber AFP: „Am Abend des 20. wurde ein Mann in der Stadt Madyan von Anwohnern gefasst, weil er angeblich den Koran verbrannt haben soll. Die Polizei griff ein, rettete ihn und brachte ihn auf eine örtliche Polizeiwache.“ Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass der Mann nicht aus der Region stammte.
Dieselbe Polizeiquelle berichtete, dass die Polizei Warnschüsse in die Luft abgegeben habe, um die wütende Menge zu zerstreuen, was die Menschen jedoch nur noch mehr aufgebracht habe. Die in der Überzahl befindliche Menge habe den Mann aus der Wache gezerrt und mit Stöcken auf ihn eingeschlagen.
Anschließend, so fügte die Quelle hinzu, sei der Mann mit Öl übergossen und angezündet worden.
Ein weiterer regionaler Beamter bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die aufgebrachte Menge nach der Tötung des Mannes die Polizei mit Steinen beworfen habe, woraufhin die Beamten gezwungen gewesen seien, die Wache zu verlassen.
Beleidigungen religiöser Werte sind in Pakistan ein äußerst sensibles Thema; Anschuldigungen in diesem Bereich führen häufig dazu, dass Menschenmengen direkt zu Gewalt greifen.
Im Mai wurde in der Region Punjab ein Christ von einer Menge gelyncht, weil ihm vorgeworfen wurde, den Koran verbrannt zu haben; er erlag im Juni seinen Verletzungen.
Ebenfalls in derselben Region wurde im Februar 2023 ein Muslim zu Tode geprügelt, weil er angeblich das heilige Buch geschändet haben soll.
Nachrichtenquelle: 12punto
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