Masernausbruch in den USA alarmiert Behörden: Eindämmung bisher erfolglos
In den USA haben 9 Bundesstaaten aufgrund der Masernepidemie den Notstand ausgerufen. Behörden meldeten, dass in den ersten zwei Monaten des Jahres 2025 mindestens 173 Personen wegen Masern ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
In den USA haben neun Bundesstaaten aufgrund eines Masernausbruchs Alarm geschlagen. Die Epidemie hat bereits ein Todesopfer gefordert und zahlreiche Menschen erkranken lassen. US-Gesundheitsexperten sehen in den sinkenden Impfquoten einen wesentlichen Faktor für die Ausbreitung der Krankheit.
Masern sind eine hochansteckende Krankheit, die durch Tröpfchen in der Luft übertragen wird. Im Jahr 2025 haben sich mindestens 173 Amerikaner mit Masern infiziert. Diese Zahl entspricht bereits mehr als der Hälfte der Gesamtzahl der Fälle des Vorjahres.
In West-Texas erlebt man den schlimmsten Ausbruch der letzten 30 Jahre. Ein ungeimpftes Kind verstarb Anfang dieser Woche. Dies ist der erste registrierte Todesfall durch Masern in den USA innerhalb des letzten Jahrzehnts. In New Mexico wurden neun Fälle gemeldet. Diese Fälle traten sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern im Schulalter auf.
In Georgia infizierten sich sechs Mitglieder einer Familie aus der Region Atlanta mit Masern. In Kalifornien wurde bei einem Passagier, der am internationalen Flughafen Los Angeles ankam, eine Maserninfektion festgestellt. In New Jersey und New York wurden drei beziehungsweise zwei Fälle gemeldet. Auch in Alaska, Washington und Kentucky wurde jeweils ein Fall registriert.

IMPFRATEN GESUNKEN
Experten machen den Anstieg bei den Impfbefreiungen für die Ausbreitung der Epidemie verantwortlich. Insbesondere bei Kindern im Schulalter sind die Impfquoten rückläufig. Vor der Einführung der Masernimpfung im Jahr 1963 erkrankten fast alle Kinder bis zu ihrem 15. Lebensjahr an dieser Krankheit. Dies führte jährlich zu etwa 4 Millionen Infektionen.
Nach Angaben der CDC führten Masern jährlich zu etwa 48.000 Krankenhausaufenthalten und etwa 500 Todesfällen in den USA. Im Jahr 2023 wurden in den USA insgesamt 285 Masernfälle gemeldet. Im Jahr 2024 sank die Impfquote bei Kindergartenkindern für alle Impfungen. Für die MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) fiel diese Quote auf 93 Prozent.
Das Gesundheitsministerium von Texas teilte mit, dass 91 Prozent der Kinder die MMR-Impfung erhalten haben. Diese Quote liegt unter dem für die Herdenimmunität erforderlichen Ziel von 95 Prozent. Die CDC betont, dass 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein müssen, um eine Herdenimmunität zu erreichen.

WAS SIND DIE SYMPTOME VON MASERN?
Masern werden durch Tröpfchen übertragen, die beim Atmen, Husten oder Niesen in die Luft gelangen. Die Krankheit verursacht kleine weiße Flecken im Mund, rote Hautausschläge am Körper, Ohrenentzündungen und hohes Fieber. Erkältungsähnliche Symptome können auftreten, bevor der Ausschlag sichtbar wird.
In schweren Fällen können Masern zu tödlichen Komplikationen wie Lungenentzündung und Enzephalitis (Gehirnentzündung) führen. In Texas haben sich mindestens 146 Menschen mit Masern infiziert, 20 Personen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die große Mehrheit der Fälle trat in der mennonitischen Gemeinschaft auf, in der die Impfquote niedrig ist.
Bis zum 28. Februar wurden in Texas 146 Fälle gemeldet. Die meisten Fälle wurden im Gaines County an der Grenze zu New Mexico festgestellt. Um die Ausbreitung der Epidemie zu verhindern, sind verstärkte Impfkampagnen und eine Aufklärung der Bevölkerung erforderlich.
Nachrichtenquelle: 12punto
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