Gagauziens Regierungschefin Gutsul in Moldau zu 7 Jahren Haft verurteilt
Vor einem Gericht in der Hauptstadt Chișinău fand die Anhörung im Prozess gegen Gutsul statt, in dem ihr die illegale Finanzierung ihres Wahlkampfs bei der Wahl zur Regierungschefin im Jahr 2023 vorgeworfen wurde. Gutsul, die die gegen sie erhobenen Vorwürfe während der Verhandlung zurückwies, wurde zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt.
Die Nachricht von der Verurteilung Gutsuls wurde vom Journalisten Hasan Erel über dessen Social-Media-Kanal verbreitet. Während der Verhandlung kam es vor dem Gerichtsgebäude zu Protesten. Die Demonstranten, die der moldauischen Regierung vorwarfen, Druck auf die Region auszuüben, protestierten gegen die Haftstrafe für Gutsul.
HINTERGRUND
Im Mai 2023 fanden in der Autonomen Region Gagausien Wahlen statt, um das Oberhaupt zu bestimmen, das auch ständiges Mitglied der moldauischen Regierung ist.
Die zweite Runde der Wahl wurde von Jewgenija Gutsul gewonnen, die von der Partei „Șor“ nominiert worden war, welche für ihre prorussische Haltung und ihre Opposition zur amtierenden Regierung des Landes bekannt ist.
Die moldauische Regierung hatte vor Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen in der Autonomen Region Gagausien gewarnt.
Die Aktivitäten der Partei „Șor“, die dem Geschäftsmann Ilan Șor gehört – welcher beschuldigt wird, Gelder aus dem Staatshaushalt veruntreut zu haben und sich angeblich in Israel aufhält –, wurden im Juni 2023 verboten.
Jewgenija Gutsul, die 1986 im Dorf Tüylü in der Region Vulcănești in Gagausien geboren wurde, war am 25. März am Flughafen von Chișinău festgenommen worden.
Für die zweifache Mutter Gutsul war am 28. März während der Anhörung eine 20-tägige Haftstrafe wegen der illegalen Finanzierung ihres Wahlkampfs 2023 angeordnet worden.
Am 9. April ordnete das Gericht in Chișinău Hausarrest für Gutsul an, der in der Folge verlängert wurde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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