NATO-Gipfel zahlt sich für sie aus: Neue Luftverteidigungssysteme beschafft
Auf dem in Ankara abgehaltenen NATO-Gipfel unterzeichnete Belgien ein neues Abkommen zur Stärkung seiner Luftverteidigung und erwarb moderne Verteidigungssysteme mit einem Budget von über 3 Milliarden Euro.
Wie im Rahmen des NATO-Gipfels in Ankara bekannt gegeben wurde, hat das belgische Militär eine bedeutende Entscheidung für Verteidigungsinvestitionen getroffen. Im Zuge der von Verteidigungsminister Theo Francken angekündigten Maßnahmen zur Modernisierung der Armee werden 10 NASAMS-Mittelstreckenraketenbatterien, 20 Skyranger 30-Kurzstrecken-Luftverteidigungssysteme sowie 14 mobile Radarsysteme vom Typ Thales Ground Master 200 (GM200) und die für den Transport dieser Systeme benötigten Iveco-Lastwagen beschafft.
UMFASSENDER SCHUTZ DURCH NEUE SYSTEME
Es wurde mitgeteilt, dass Brüssel mit dieser Vereinbarung sowohl seine technologische Infrastruktur stärken als auch seine militärische Strategie aktualisieren möchte, um auf die in den letzten Jahren zunehmenden Bedrohungen durch unbemannte Luftfahrzeuge (UAV), Marschflugkörper und Kampfflugzeuge vorbereitet zu sein. Die erworbenen NASAMS-Batterien werden eine wichtige Rolle beim Schutz von Häfen, Luftwaffenstützpunkten und kritischen Logistikkorridoren vor Luftangriffen spielen.
Die Skyranger 30-Systeme, die sich durch ihre hohe Schusskapazität auszeichnen, zielen darauf ab, Bedrohungen aus nächster Nähe wie kostengünstige Drohnen und Hubschrauber zu neutralisieren. Dies wird durch ihre Fähigkeit ermöglicht, 1200 Schuss pro Minute abzugeben und programmierbare, in der Luft explodierende Munition zu verwenden. Dadurch soll der unnötige Verbrauch teurer Raketen vermieden werden.
ERHÖHTE MOBILITÄT DURCH MOBILE RADARE
Andererseits verfügen die mobilen Radarsysteme vom Typ Thales Ground Master 200 (GM200) über eine Überwachungsreichweite von bis zu 250 Kilometern. Dank dieser Eigenschaft können die Risiken stationärer Radaranlagen vermieden und ein großer Vorteil gegenüber potenziellen Bedrohungen für die Radare erzielt werden. Durch die hohe Mobilität wird zudem das Risiko minimiert, dass die Systeme selbst zum Ziel werden.
Diese neue Verteidigungsausrüstung Belgiens wird es dem Land ermöglichen, seinen Luftraum mehrschichtig zu schützen und sich an moderne Kriegsbedingungen anzupassen. Das am 8. Juli 2026 finalisierte Abkommen wird zudem als eine bedeutende Stärkung der Verteidigungszusammenarbeit in der Region im Rahmen des NATO-Bündnisses gewertet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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