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NATO-Kampfjets in Polen wegen russischer Bedrohung an die ukrainische Grenze verlegt

Das Einsatzführungskommando der polnischen Streitkräfte gab bekannt, dass NATO-Kampfjets in die Region nahe der polnisch-ukrainischen Grenze entsandt wurden, um auf die Bedrohung durch russische Drohnen (UAV) zu reagieren.

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NATO-Kampfjets in Polen wegen russischer Bedrohung an die ukrainische Grenze verlegt

In einer vom Einsatzführungskommando der polnischen Streitkräfte veröffentlichten Erklärung wurde mitgeteilt, dass heute aufgrund der beobachteten Aktivitäten russischer Drohnen (UAV) in den grenznahen Gebieten der Ukraine zu Polen Kampfjets der polnischen Armee und der NATO in die Region verlegt wurden.

In der Erklärung hieß es: „Aufgrund der Drohung durch Drohnenangriffe in den an Polen angrenzenden ukrainischen Grenzgebieten haben wir mit Flügen militärischer Luftfahrzeuge in unserem Luftraum begonnen.“ Die Behörden gaben bekannt, dass alle Verfahren zur Sicherung des polnischen Luftraums eingeleitet wurden und die bodengestützten Luftverteidigungs- und Radaraufklärungssysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden.

Die Polnische Agentur für Luftnavigation (PAZP) teilte mit, dass der Flughafen Lublin aufgrund der Aktivitäten der Kampfjets für den zivilen Flugverkehr gesperrt wurde. Das polnische Regierungszentrum für Sicherheit (RCB) rief zur gleichen Zeit die Bürger in der Region Lublin per SMS dazu auf, bei einem möglichen Luftangriff vorsichtig zu sein. Neben den SMS mit dem Inhalt „Gefahr eines Luftangriffs. Seien Sie vorsichtig. Befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte. Warten Sie auf weitere Ankündigungen“ ertönten auch in den Städten Swidnik und Chelm Sirenen zur Warnung vor Luftangriffen. Nachdem die Gefahr eines Angriffs vorüber war, wurde der Flughafen Lublin wieder für den zivilen Flugverkehr geöffnet.

NATO-INITIATIVE 'EASTERN SENTRY'

Die polnischen Behörden verwiesen zudem auf die Botschaften von NATO-Generalsekretär Mark Rutte, die er gestern während einer Pressekonferenz im NATO-Hauptquartier in Brüssel, Belgien, übermittelt hatte. In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass nach Ruttes Ankündigung, die NATO habe die Initiative „Eastern Sentry“ (Ost-Wächter) gestartet, im Rahmen dieser Maßnahme heute drei Rafale-Kampfjets der französischen Luftwaffe mit Patrouillenflügen über Polen begonnen hätten. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk äußerte sich zur „Eastern Sentry“-Initiative wie folgt: „Wir danken den europäischen Staaten dafür, dass sie beschlossen haben, unsere Luftverteidigung und den Schutz der polnischen Grenzen durch die Bereitstellung von Ausrüstung und zusätzlichen Truppen faktisch zu stärken.“

Rutte hatte in seiner gestrigen Erklärung betont: „Als NATO müssen wir unsere Entschlossenheit und Fähigkeit zum Schutz unseres Territoriums klar unter Beweis stellen, und genau das ist das Ziel von 'Eastern Sentry'. Diese militärische Aktivität wird in den kommenden Tagen stattfinden und Elemente verschiedener Verbündeter, darunter Dänemark, Frankreich, Großbritannien und Deutschland, umfassen.“ Rutte machte keine Angaben dazu, wie viele zusätzliche Truppen im Rahmen der neuen Operation in Osteuropa stationiert werden sollen, wo die NATO bereits über eine beträchtliche militärische Präsenz verfügt, wies jedoch darauf hin, dass die Zahl der eingesetzten Einheiten begrenzt sei. Es wurde berichtet, dass zu diesen Einheiten zwei F-16-Kampfjets und eine Fregatte aus Dänemark, drei Rafale-Kampfjets aus Frankreich sowie vier Eurofighter-Kampfjets aus Deutschland gehören.


Nachrichtenquelle: İHA

Europa Luftraum Drohnenangriff NATO Polen Russland Kampfjet