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Neue Ära in Gaza: Befugnisse werden an technisches Komitee übertragen

Die Hamas-Verwaltung in Gaza endet; die Befugnisse werden an ein von den Vereinten Nationen unterstütztes technisches Komitee übergeben. Israel argumentiert hingegen, dass dieser Wandel nicht realistisch sei, solange die Hamas die Waffen nicht niederlegt.

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Neue Ära in Gaza: Befugnisse werden an technisches Komitee übertragen

Nach dem lang anhaltenden Krieg und der humanitären Krise im Gazastreifen steht ein wichtiger Wendepunkt bevor. Die Hamas hat beschlossen, ihre Regierungsstruktur in der Region aufzulösen und die Verwaltung einem von den Vereinten Nationen unterstützten technischen Komitee zu überlassen. Die Entscheidung wird nach monatelangen Waffenstillstandsverhandlungen als Beginn eines neuen politischen Prozesses in Gaza gewertet.

Vertreter der Hamas erklären, dass sie diesen Schritt unternommen haben, um zum Wiederaufbau Gazas nach dem Krieg und zur Normalisierung des zivilen Lebens beizutragen. Einzelheiten zur Entscheidung der Hamas wurden von Ismail al-Thawabteh, dem Generaldirektor des Regierungsmedienbüros, im Garten des Al-Aqsa-Krankenhauses in Deir al-Balah mitgeteilt. Al-Thawabteh betonte, dass technisches und professionelles Personal im Dienst bleiben werde und die Mitarbeiter in der Dienstleistungserbringung weiterhin unter dem Dach des Nationalkomitees der Gaza-Verwaltung als „Staatsbedienstete“ tätig sein würden.

Hazem Qassem bewertete die Erklärung als einen „positiven Schritt“ im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens.

ÜBERGABEPROZESS DER VERWALTUNG IN GAZA

Das von den USA geführte Friedenskomitee, das die Entscheidung der Hamas zur Machtabgabe und die neue Verwaltungsstruktur bewertete, erklärte, man werde die Entwicklung „anhand der Taten beurteilen“. Das Friedenskomitee bekräftigte die Forderung, dass alle Waffen in Gaza unter die Kontrolle des Technokratenkomitees gelangen müssen.

Der in Gaza geborene Ingenieur Ali Shaath, der das technische Komitee leitet, äußerte sich positiv zur Entscheidung der Hamas. Shaath wies jedoch darauf hin, dass für eine gesunde Verwaltung eine „einheitliche und rechtmäßige Autorität sowie eine vereinte Sicherheitsstruktur“ erforderlich seien. Es wurde festgehalten, dass die Hauptaufgabe des Komitees darin bestehe, die grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen in Gaza wieder funktionsfähig zu machen und die zivile Verwaltung zu führen. Der gesamte Prozess wird unter der Aufsicht der Vereinten Nationen und des Friedenskomitees verlaufen.

Die erste Reaktion aus Israel fiel hingegen so aus, dass dieser Schritt keine wirkliche Veränderung bringe, solange die Hamas ihre Waffen nicht niederlege. Der israelische Außenminister Gideon Saar behauptete, dass die neu zu gründende zivile Verwaltung faktisch weiterhin von der Hamas gesteuert werde, solange diese ihre Waffen behalte. Israelische Beamte werten die Haltung der Hamas als politisches Taktieren, um dem Druck zur Entwaffnung zu entgehen.

UNGEWISSHEIT ÜBER WAFFENSTILLSTAND UND WIEDERAUFBAU DAUERT AN

Obwohl seit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens mehr als neun Monate vergangen sind, konnten Hamas und Israel in vielen Punkten, insbesondere bei der Machtübergabe und der Entwaffnung, noch keine Fortschritte erzielen. In der kritischen zweiten Phase des Abkommens scheinen die Verhandlungen insbesondere bei den Punkten der Waffenabgabe durch die Hamas und der vollständigen Übergabe der Verwaltung Gazas festzustecken.

Während die Hamas argumentiert, dass die erste Phase des Waffenstillstands vollständig umgesetzt werden müsse, bevor das Thema Entwaffnung auf die Tagesordnung komme, besteht die israelische Seite darauf, dass dieser Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit nicht verzögert werden dürfe.

Dass die israelischen Angriffe unmittelbar nach dem am 10. Oktober in Kraft getretenen Waffenstillstand andauerten, wird als weiteres Zeichen für die anhaltende Vertrauenskrise und die politischen Spannungen zwischen den Parteien gewertet.

Die Bevölkerung in der Region wartet derweil ab, ob dieser administrative Wandel eine realistische Hoffnung auf Frieden, Stabilität und den Wiederaufbau in Gaza bieten wird.


Nachrichtenquelle: 12punto