Oppositionsführer Gonzalez aus Venezuela geflohen: Haftbefehl war erlassen worden
Der venezolanische Oppositionskandidat Gonzalez, gegen den ein Haftbefehl vorlag, ist in Spanien eingetroffen
Die spanische Regierung hat bekannt gegeben, dass der venezolanische Oppositionskandidat Edmundo Gonzalez, gegen den ein Haftbefehl vorlag, in Spanien eingetroffen ist.
In einer schriftlichen Erklärung des Ministeriums hieß es, dass Edmundo Gonzalez und seine Ehefrau in Begleitung des spanischen Staatssekretärs für auswärtige Angelegenheiten, Diego Martinez Belio, in Torrejon de Ardoz gelandet seien und auf dem Luftwaffenstützpunkt von der Staatssekretärin für ibero-amerikanische Angelegenheiten und spanischsprachige Länder, Susana Sumelzo, empfangen wurden.
Das spanische Außenministerium teilte mit, dass das Militärflugzeug der spanischen Luftwaffe, das Gonzalez und seine Familie in der venezolanischen Hauptstadt Caracas abgeholt hatte, auf dem Militärflugplatz Torrejon de Ardoz in Madrid gelandet sei.
Es wurde berichtet, dass für den venezolanischen Oppositionsführer nun der Prozess zur Beantragung von politischem Asyl in Spanien beginnen werde.
Der 75-jährige ehemalige Diplomat Gonzalez, der bei der Präsidentschaftswahl in Venezuela am 28. Juli als Kandidat der Oppositionskoalition angetreten war, wurde beschuldigt, Verschwörung, Dokumentenfälschung und Amtsanmaßung begangen zu haben, woraufhin ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde.
Nachdem Gonzalez den Nationalen Wahlrat (CNE), der Präsident Nicolas Maduro zum Sieger der Wahlen vom 28. Juli erklärt hatte, des Wahlbetrugs beschuldigt und die Ergebnisse für ungültig erklärt hatte, wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.
Gegen Gonzalez, der dreimal wegen des Vorwurfs des „Ungehorsams gegenüber den Gesetzen“ zur Aussage bei der Staatsanwaltschaft vorgeladen worden war, dieser Aufforderung jedoch mit der Begründung fehlender „persönlicher Sicherheit“ nicht nachkam, war wegen „Fluchtgefahr“ ein Haftbefehl erlassen worden.
Laut den vom CNE am 29. Juli bekannt gegebenen Ergebnissen hatte Maduro die Präsidentschaftswahl in Venezuela mit 51,20 Prozent der Stimmen zum dritten Mal gewonnen.
Der Oppositionskandidat Gonzalez und die Oppositionsführerin Maria Corina Machado hatten die Wahlergebnisse zurückgewiesen.
Die spanische Regierung hatte zudem erklärt, dass sie die verkündeten Wahlergebnisse nicht anerkennen werde, bis die Wahlunterlagen in Venezuela „umfassend und überprüfbar“ veröffentlicht seien, und angekündigt, bei gemeinsamen Entscheidungen der Europäischen Union (EU) gegen die venezolanische Regierung eine führende Rolle einzunehmen.
Nachrichtenquelle: AA
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