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Paschinjan: 'Friedensabkommen mit Aserbaidschan ist jetzt in greifbarer Nähe'

Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan betonte in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung, dass die Herstellung des Friedens mit Aserbaidschan möglich sei, und erklärte, dass das erste zwischen den beiden Ländern unterzeichnete Rechtsdokument zum Friedensprozess beitragen werde.

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Paschinjan: 'Friedensabkommen mit Aserbaidschan ist jetzt in greifbarer Nähe'

Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan erklärte, dass der Friedensprozess mit Aserbaidschan nun möglich und in greifbarer Nähe sei. In seiner Rede vor der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen betonte er, dass die früheren Sackgassen in den Friedensverhandlungen zwischen den beiden Ländern hinter ihnen lägen. Paschinjan erklärte, dass die am 30. August unterzeichnete gemeinsame Geschäftsordnung zeige, dass beide Seiten die territoriale Integrität des jeweils anderen anerkennen und keine territorialen Ansprüche gegeneinander erheben.

Paschinjan teilte mit, dass bei den Verhandlungen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev eine Einigung über 80 Prozent des Entwurfs für ein Friedensabkommen erzielt worden sei, und argumentierte, dass das zu unterzeichnende Abkommen die Lösung der verbleibenden Probleme erleichtern werde.

Der Premierminister ging auch auf die Bedeutung der Aufnahme diplomatischer Beziehungen und der Einrichtung gemeinsamer Kommissionen im Rahmen der Bestimmungen des Friedensabkommens ein. Paschinjan erklärte, dass es in der armenischen Verfassung keine Bestimmung gebe, die den Abschluss eines Friedensabkommens verhindere, und bekräftigte, dass sie im Namen ihres Landes keine territorialen Ansprüche stellten.

Darüber hinaus kündigte er an, dass das Projekt „Friedenskreuzung“ umgesetzt werde, um die Verkehrsmöglichkeiten zwischen Armenien und Aserbaidschan zu verbessern und den Durchgang von Energieleitungen in der Region zu ermöglichen.

PASCHINJANS KARRIERE

Die Karriere von Nikol Paschinjan ist geprägt von seinem Beginn im Journalismus bis hin zu seinem Aufstieg in eine bedeutende politische Position:

  1. Ausbildung und Journalismus: Nach seinem Abschluss an der Staatlichen Universität Jerewan begann Paschinjan als Journalist zu arbeiten. Anfang der 1990er Jahre, während der armenischen Unabhängigkeitsbewegung, machte er durch seine journalistischen Aktivitäten auf sich aufmerksam.

  2. Einstieg in das politische Leben: 2007 wurde er als Abgeordneter in die armenische Nationalversammlung gewählt. In dieser Zeit entwickelte er sich zu einer der führenden Persönlichkeiten der Oppositionsparteien.

  3. Kampf und Inhaftierung: Während der Proteste nach den Präsidentschaftswahlen 2008 spielte er eine aktive Rolle, wurde in diesem Prozess festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt. Er wurde jedoch 2011 freigelassen.

  4. Samtene Revolution: Er war einer der Anführer der „Samtenen Revolution“, die 2015 in Armenien begann und 2018 ihren Höhepunkt erreichte. Diese Revolution führte zum Rücktritt der Regierung und zu bedeutenden Veränderungen in Richtung demokratischer Reformen.

  5. Premierministerschaft: 2018 wurde er zum Premierminister ernannt und begann, den Demokratisierungsprozess Armeniens zu lenken. Während seiner Amtszeit konzentrierte er sich auf die Beziehungen zu Aserbaidschan, insbesondere auf Themen wie den Bergkarabach-Konflikt.

  6. Herausforderungen und Reformen: Paschinjan zeichnete sich während seiner Amtszeit durch seine Bemühungen zur Entwicklung von Wirtschaftsreformen und Sozialpolitiken aus. Nach dem Bergkarabach-Krieg 2020 sah er sich jedoch mit Kritik konfrontiert, und die politischen Spannungen im Land nahmen in diesem Prozess zu.

Paschinjan gilt als eine bedeutende Figur in der politischen Geschichte Armeniens und übt weiterhin Einfluss auf die Zukunft des Landes aus.


Nachrichtenquelle: AA

Paschinjan Nikol Paschinjan Aserbaidschan Armenien