Regierungsbündnis gewinnt Wahlen in Serbien
Die staatliche Wahlkommission Serbiens (RIK) gab bekannt, dass das von der Serbischen Fortschrittspartei (SNS) angeführte Bündnis „Aleksandar Vucic – Serbien darf nicht stehen bleiben“, das von Präsident Aleksandar Vucic unterstützt wird und seit 2012 an der Macht ist, die vorgezogenen Parlamentswahlen vom Sonntag gewonnen hat.
Der RIK-Vorsitzende Vladimir Dimitrijevic teilte auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Belgrad die inoffiziellen Ergebnisse mit und erklärte, dass 96 Prozent der Stimmen ausgezählt seien.
REGIERUNGSPARTEI UND IHR BÜNDNIS FÜHREN DAS WAHLERGEBNIS AN
Dimitrijevic sagte, dass das von der SNS angeführte Bündnis „Aleksandar Vucic – Serbien darf nicht stehen bleiben“, das von Präsident Vucic unterstützt wird und seit 2012 regiert, die Wahl mit 46 Prozent der Stimmen für sich entschieden habe.
Dimitrijevic berichtete weiter, dass das von Oppositionsparteien gebildete Bündnis „Serbien gegen Gewalt“ mit 23 Prozent der Stimmen den zweiten Platz belegte, während die Sozialistische Partei Serbiens (SPS) 6 Prozent der Stimmen erhielt.
EINSPRÜCHE ZURÜCKGEWIESEN
Dimitrijevic erklärte, dass die Einsprüche gegen die Art und Weise der Wahldurchführung zurückgewiesen wurden. Den Daten der RIK zufolge wird davon ausgegangen, dass das Bündnis „Aleksandar Vucic – Serbien darf nicht stehen bleiben“ 128 Sitze im 250 Sitze umfassenden nationalen Parlament gewonnen hat und somit die neue Regierung alleine bilden kann.
PROTESTE DER OPPOSITION
Unterdessen versammelten sich vor der Pressekonferenz Hunderte Menschen vor dem RIK-Gebäude, nachdem Oppositionsparteien, die die Wahlergebnisse in Serbien anfechten, dazu aufgerufen hatten.
Die Oppositionsparteien, die unter dem Bündnis „Serbien gegen Gewalt“ angetreten waren, behaupteten, dass es bei der Wahl zu „Unregelmäßigkeiten“ gekommen sei und dass zahlreiche Personen, die mit Bussen aus der Republika Srpska (RS) – einer der beiden Entitäten von Bosnien und Herzegowina – in die Hauptstadt Belgrad gebracht wurden, „illegal“ abgestimmt hätten.
Bei den Wahlen am Sonntag stimmte die Bevölkerung nicht nur über das nationale Parlament ab, sondern wählte auch die neuen Mitglieder des 120 Sitze umfassenden Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina sowie die Stadt- und Gemeinderäte im ganzen Land.
Nachrichtenquelle: AA
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