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Schockierender Bericht der UN: 296 Millionen Menschen sind substanzabhängig!

Laut einem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) sind weltweit etwa 296 Millionen Menschen substanzabhängig. Spiel-, Technologie- und Alkoholsucht nehmen ebenfalls rapide zu. Prof. Dr. Kültegin Ögel erklärte: „Sucht breitet sich leider auch in unserem Land weiter aus und führt zu schwerwiegenden Folgen.“

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Schockierender Bericht der UN: 296 Millionen Menschen sind substanzabhängig!

Sucht ist ein globales Problem. Dem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) aus dem Jahr 2023 zufolge sind weltweit etwa 296 Millionen Menschen substanzabhängig; gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Alkohol-, Spiel-, Technologie- und andere verhaltensbezogene Süchte rapide zunehmen. Dies deutet auf eine große Krise hin, die die Gesundheit von Individuen und Gesellschaften bedroht.

Multidisziplinäre Ansätze, wissenschaftliche Lösungen und internationale Zusammenarbeit sind für eine wirksame Suchtbekämpfung von entscheidender Bedeutung. Experten wiesen darauf hin, dass Sucht auch in der Türkei schwerwiegende Folgen hat, und betonten: „Wir müssen die Sucht zunächst erkennen und sie anschließend korrekt behandeln.“

Die Suchtakademie, das Moodist Psychiatrie- und Neurologiekrankenhaus sowie die Kent-Universität brachten kürzlich nationale und internationale Experten in Istanbul für ein „Sucht- und Genesungssymposium“ zusammen. Der Psychiater Prof. Dr. Kültegin Ögel erklärte dort, dass für eine erfolgreiche Suchtbehandlung wirksame und korrekte Methoden angewandt werden müssen: „Es ist äußerst wichtig, dass die in diesem Bereich tätigen Fachkräfte – also Psychologen, Psychiater, Hausärzte, Pflegekräfte, Ernährungsberater und Sozialarbeiter – bei der Behandlung einen multidisziplinären Ansatz verfolgen.“

Ögel erläuterte, dass Sucht in sehr unterschiedlichen Formen auftreten kann: „Es gibt Alkohol-, Drogen-, Internet-, Spiel- oder Nikotinsucht. Einige Süchte, wie etwa Spiel-, Alkohol- oder Drogensucht, zerstören nicht nur das Leben des Abhängigen, sondern das der gesamten Familie und beeinträchtigen sogar das gesellschaftliche Leben. Deshalb müssen wir bei der Behandlung all dies berücksichtigen. Wir müssen nicht nur den Abhängigen behandeln, sondern auch die Familie einbeziehen und Verbesserungen für die Gesellschaft anstreben – wir müssen alles zusammen betrachten. Sucht neigt dazu, nicht nur den Einzelnen, sondern alle zu zerstören. Während dies weltweit zunimmt, steigt es bei uns leider noch viel schneller und massiver an, und wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen.“

'ERNSTHAFTER ANSTIEG BEI METHAMPHETAMIN'

Die Psychologin Melike Şimşek wies darauf hin, dass es einen sehr ernsthaften Anstieg beim Konsum von Methamphetamin gebe und sagte: „Man kann sagen, dass es bereits im Jugendalter beginnt.“ Şimşek führte weiter aus:

„Bei Kindern von Eltern mit Alkoholabhängigkeit ist ein erhöhtes Risiko zu beobachten. Dies kann genetisch oder familiär bedingt sein, aber wenn Ihre Eltern eine Alkoholabhängigkeit haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Sie alkoholabhängig werden. Eine 2020 veröffentlichte Genomstudie zeigte, dass bei Betrachtung genetischer Faktoren Substanzkonsum, Aufmerksamkeitsdefizite, Autismus und schwere Depressionen dieselben genetischen Risikofaktoren teilen. Zudem zeigen Untersuchungen, dass Personen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine um 50 Prozent höhere Anfälligkeit für Sucht aufweisen.“



Nachrichtenquelle: 12punto