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Selenskyj beklagt beim EU-Gipfel fehlende Luftverteidigung – und nennt Israel als Beispiel

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wurde per Videokonferenz zum Ukraine-Teil des EU-Gipfels in Brüssel zugeschaltet.

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Selenskyj beklagt beim EU-Gipfel fehlende Luftverteidigung – und nennt Israel als Beispiel

Selenskyj vermittelte den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) die Botschaft, dass die Luftverteidigungsunterstützung, wie sie Israel zuteilwurde, für sein Land eine dringende Notwendigkeit sei.

Unter Hinweis auf den russischen Raketenangriff auf Tschernihiw am Vortag, bei dem 14 Menschen ums Leben kamen, erklärte Selenskyj:

"Wir in der Ukraine verfügen leider nicht über das Schutzniveau, das wir vor wenigen Tagen im Nahen Osten gesehen haben.

Dank der gemeinsamen Kraft der Verbündeten gelang es, fast alle auf Israel gerichteten Raketen und Drohnen abzuwehren.

Wir glauben, dass wir Europa genauso vor ballistischen Raketen, 'Schahed'-Drohnen, Marschflugkörpern und Bomben schützen müssen, wie es am Himmel über Israel und anderen Ländern der Region geschieht.

Unser Himmel und der Himmel unserer Nachbarn verdienen die gleiche Sicherheit."

Neben den USA und Großbritannien hatte auch das EU-Mitglied Frankreich die Abwehr des iranischen Luftangriffs auf Israel am 13. April unterstützt.

DRINGLICHKEIT UNTERSTRICHEN

Unterdessen wurde nach der Behandlung des Ukraine-Themas in der Sitzung zu den Außenbeziehungen des EU-Gipfels der entsprechende Teil der Abschlusserklärung angenommen.

In der Erklärung heißt es: "Die EU verurteilt aufs Schärfste die anhaltenden Luft- und Raketenangriffe Russlands auf die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur der Ukraine, einschließlich der jüngsten Angriffe auf den Energiesektor."

In der Erklärung, in der betont wird, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten weiterhin Ausrüstung wie Generatoren und Leistungstransformatoren sowie Hilfsgüter für humanitäre Zwecke und den Zivilschutz bereitstellen werden, heißt es weiter: "Die EU unterstreicht die Notwendigkeit, der Ukraine dringend Luftverteidigungssysteme zur Verfügung zu stellen sowie die Bereitstellung aller notwendigen militärischen Hilfen, einschließlich Artilleriemunition und Raketen, zu beschleunigen und zu intensivieren."


Nachrichtenquelle: AA