Slowakei stoppt Stromlieferungen an die Ukraine
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat angekündigt, dass die Stromlieferungen, die die Slowakei der Ukraine für Notfälle zur Verfügung gestellt hatte, eingestellt wurden.
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat erklärt, dass die Slowakei die Stromlieferungen, die sie der Ukraine für Notfälle bereitgestellt hatte, eingestellt hat, nachdem die Ukraine die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nicht wieder aufgenommen hat. „Ab heute gilt das Prinzip: Wenn die ukrainische Seite die Slowakei um Hilfe bei der Stabilisierung ihres Energienetzes bittet, wird sie diese Hilfe nicht erhalten“, sagte Ministerpräsident Fico und betonte, dass dieser Schritt auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit beruhe, zu dem die slowakische Regierung ohne Verletzung internationaler Verpflichtungen oder Grundsätze berechtigt sei. Fico fügte hinzu: „Wenn die ukrainische Seite weiterhin die Interessen der Slowakei bei der Versorgung mit strategischen Rohstoffen schädigt, wird die slowakische Regierung ihre bisher konstruktive Haltung zum EU-Beitritt der Ukraine neu bewerten.“
„Die Schließung der Pipeline ist politische Erpressung“
Fico behauptete, die Schließung der Druschba-Pipeline sei eine rein politische Entscheidung, die darauf abziele, die Slowakei hinsichtlich ihrer internationalen Haltung zum Krieg in der Ukraine zu erpressen. Er betonte, dass die Slowakei ein souveräner Staat sei und sich nicht erpressen lassen werde. Fico erklärte, er habe von dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj persönlich erfahren wollen, wann die Öllieferungen wieder aufgenommen würden, habe jedoch die Antwort erhalten, dass Selenskyj erst nach dem 25. Februar verfügbar sei. Fico sagte: „Wir verstehen die schwierige Lage, in der sich die Ukraine befindet. Das gibt dem ukrainischen Präsidenten jedoch nicht das Recht zu unverantwortlichen und feindseligen Angriffen gegen die Slowakei, die zu finanziellen Verlusten und erheblichen logistischen Schwierigkeiten führen.“
Die Slowakei hatte bereits am vergangenen Mittwoch angekündigt, die Lieferungen von Dieselkraftstoff an die Ukraine einzustellen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hatte seinerseits kürzlich mitgeteilt, dass man die Dieselkraftstofflieferungen an die Ukraine gestoppt habe, da die Öllieferungen vorsätzlich blockiert würden. Zudem werde man den von der EU geplanten Militärkredit für die Ukraine nicht billigen und das 20. Sanktionspaket gegen Russland beim Treffen der EU-Außenminister ablehnen.
Die Slowakei und Ungarn behaupten, dass die Schäden an der Druschba-Ölpipeline, die am 27. Januar durch russischen Beschuss entstanden waren, behoben seien und die Lieferungen vorsätzlich nicht wieder aufgenommen würden.
Nachrichtenquelle: İHA
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