Spannungen nehmen weiter zu: Khamenei reagiert scharf auf Trump
Auf den Aufruf von US-Präsident Donald Trump zur „bedingungslosen Kapitulation“ und seine angedeuteten Drohungen hat Irans religiöses Oberhaupt Khamenei reagiert. In einer Erklärung betonte Khamenei: „Das iranische Volk beugt sich keinerlei Zwang.“
Irans religiöses Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei widersetzte sich in einer veröffentlichten Videobotschaft den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen das Land sowie dessen Aufruf zur „bedingungslosen Kapitulation“.
Khamenei sandte die Botschaft: „Die iranische Nation ist kein Volk, das kapitulieren wird. Jede militärische Intervention ihrerseits würde zu Schäden führen, die nicht wiedergutzumachen sind.“
Khamenei, der sich an die iranische Öffentlichkeit wandte, äußerte sich damit zum zweiten Mal nach dem Angriff Israels vom 13. Juni auf die nukleare Infrastruktur Teherans, der unter dem Namen „Aufsteigender Löwe“ bekannt wurde. In seiner Rede, die seinem Volk Mut zusprechen sollte, sagte Khamenei: „Wer den Iran und seine Geschichte kennt, spricht nicht in der Sprache der Drohungen mit dieser Nation. So wie dieses Volk im Krieg standhaft blieb, wird es sich mit derselben Entschlossenheit gegen einen aufgezwungenen Frieden wehren.“
OFFENE DROHUNG VON TRUMP
US-Präsident Donald Trump erhöhte unterdessen in seinen Erklärungen von letzter Nacht die Dosis der Drohungen gegen den Iran. Trump, der sagte: „Wir haben die volle und absolute Kontrolle über den iranischen Luftraum“, bezeichnete Khamenei als „sogenanntes Oberhaupt“. Trump erregte zudem mit den Worten Aufmerksamkeit: „Wir wissen, wo er sich versteckt. Wir werden ihn nicht ausschalten, zumindest vorerst nicht. Aber unsere Geduld ist am Ende.“ In einer zweiten Erklärung über soziale Medien forderte Trump direkt: „Kapituliert bedingungslos!“
BEHAUPTUNG: TRUMP VETOT ISRAELS PLAN GEGEN KHAMENEI
Zwei US-Beamte, die gegenüber Reuters sprachen, brachten eine brisante Behauptung ins Spiel. Den Beamten zufolge wurde der Plan Israels, das religiöse Oberhaupt des Iran, Khamenei, ins Visier zu nehmen, von Trump abgelehnt. US-Quellen behaupteten, dass sich diese Gelegenheit nach dem großen Angriff Israels am 13. Juni ergeben habe, Trump diesen Plan jedoch „mit dem Handrücken weggeschoben“ habe. Dieselben Quellen gaben zudem an, dass die hochrangigen Kontakte zwischen den USA und Israel während der gesamten Krise ununterbrochen fortgesetzt wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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