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Spannungen zwischen Irland und Israel eskalieren! Diplomatischer Schlagabtausch: 'Rote Linie überschritten'

Der israelische Außenminister Gideon Saar hat die Schließung der israelischen Botschaft in Irland angekündigt. Daraufhin erklärte der irische Vizepremierminister sowie Außen- und Verteidigungsminister Micheal Martin, dass man nicht plane, die irische Botschaft in Tel Aviv zu schließen.

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Spannungen zwischen Irland und Israel eskalieren! Diplomatischer Schlagabtausch: 'Rote Linie überschritten'

Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte heute, dass die Botschaft in Dublin geschlossen werde, nachdem Irland beschlossen hatte, sich der von der Republik Südafrika gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) angestrengten „Völkermord“-Klage anzuschließen.

Saar behauptete, Dublin habe in seinen Beziehungen zu Tel Aviv „alle roten Linien überschritten“.

STELLUNGNAHME AUS IRLAND

Daraufhin kritisierte der irische Vizepremierminister sowie Außen- und Verteidigungsminister Micheal Martin die Entscheidung Israels, die Botschaft in Dublin zu schließen, und teilte mit, dass man nicht plane, die eigene Botschaft in Tel Aviv zu schließen.

In einer schriftlichen Erklärung zu Israels Entscheidung, die Botschaft in Dublin zu schließen, sagte Martin: „Ich glaube an die Bedeutung offener diplomatischer Kommunikationskanäle und bedauere diese Entscheidung sehr.“

VERWEIS AUF DAS VÖLKERRECHT

Martin betonte, dass die Verpflichtungen aus dem Völkerrecht die Haltung Irlands gegenüber den Entwicklungen im Nahen Osten bestimmten, und wies darauf hin, dass alle Länder diese einhalten müssten.

Martin unterstrich, dass dies sowohl für die Angriffe der Hamas vom 7. Oktober 2023 als auch für die Reaktion Israels gelte, und bewertete die Lage wie folgt: „Die Fortsetzung des Krieges in Gaza und der Verlust von zivilen Menschenleben sind absolut inakzeptabel und stehen im Widerspruch zum Völkerrecht.“

Martin betonte, dass Israel mit seinen Angriffen auf Gaza die dortige Bevölkerung kollektiv bestrafe, und fügte hinzu: „Es besteht ein dringender Bedarf an einem Waffenstillstand, der Freilassung der Geiseln und einer Aufstockung der humanitären Hilfe für Gaza.“

Martin wies darauf hin, dass Irland entschlossen sei, die diplomatischen Beziehungen aufrechtzuerhalten, und erklärte: „Wir haben keine Pläne, unsere Botschaft in Israel zu schließen, die eine wichtige Arbeit leistet.“

WAS WAR VORHER GESCHEHEN?

Der irische Vizepremierminister sowie Außen- und Verteidigungsminister Micheal Martin hatte nach einer Kabinettssitzung am 28. Mai schriftlich erklärt, dass sein Land den Staat Palästina offiziell anerkenne.

Die Regierung in Tel Aviv hatte daraufhin als Reaktion auf die Anerkennung Palästinas durch Irland ihren Botschafter zurückgerufen. 

ANKÜNDIGUNG ZUR TEILNAHME AN DER VÖLKERMORD-KLAGE

Irland hatte am 11. Dezember angekündigt, einen Antrag auf Intervention in dem von der Republik Südafrika gegen Israel vor dem IGH angestrengten „Völkermord“-Verfahren zu stellen.

In einer schriftlichen Erklärung des irischen Außenministeriums wurde mitgeteilt, dass die Regierung dem Vizepremierminister sowie Außen- und Verteidigungsminister Micheal Martin die Genehmigung erteilt habe, den Antrag auf Intervention in dem von der Republik Südafrika gegen Israel vor dem IGH eingeleiteten „Völkermord“-Verfahren einzureichen.



Nachrichtenquelle: AA

Israel Irland Botschaft