Stimmabgabe für die 14. Präsidentschaftswahl im Iran hat begonnen
Im Iran hat die Stimmabgabe für die Präsidentschaftswahl begonnen, bei der vier Kandidaten antreten. Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, ist eine absolute Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme erforderlich.
Im Iran hat die Stimmabgabe für die 14. Präsidentschaftswahl um 08.00 Uhr Ortszeit begonnen.
Das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei gab seine Stimme in einem Wahllokal in der Imam-Chomeini-Husseiniye in Teheran ab, wo er üblicherweise Empfänge abhält.
Nach Angaben des Wahlzentrums des Innenministeriums sind in dem Land mit 88 Millionen Einwohnern rund 62 Millionen Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme in mehr als 59.000 Wahllokalen abzugeben.
Darüber hinaus können iranische Staatsbürger im Ausland in Wahllokalen wählen, die in 95 Ländern eingerichtet wurden.
Die um 08.00 Uhr Ortszeit begonnene Stimmabgabe endet um 18.00 Uhr, kann jedoch bei Bedarf durch eine Entscheidung des dem Innenministerium unterstellten Wahlzentrums verlängert werden.
Bei der Wahl treten der reformorientierte Kandidat Masoud Pezeshkian sowie die konservativen Kandidaten Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der ehemalige Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Saeed Jalili und der ehemalige Innenminister Mostafa Pourmohammadi an.
Die konservativen Kandidaten, der Bürgermeister von Teheran Alireza Zakani und Amir Hossein Ghazizadeh Hashemi, zogen ihre Kandidatur wenige Stunden vor der Wahl zurück, um "die Einheit im konservativen Lager zu wahren".
Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, müssen die Kandidaten 50 Prozent plus eine Stimme erreichen.
Sollte im ersten Wahlgang kein Kandidat diese Marke überschreiten, ziehen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in eine Stichwahl ein. Der Sieger der zweiten Runde, die am 5. Juli stattfindet, wird der 9. Präsident des Landes.
Erste Daten zu den Wahlergebnissen werden für Mitternacht erwartet, die endgültigen Ergebnisse sollen morgen bekannt gegeben werden.
Der Präsident im Iran amtiert für eine Dauer von 4 Jahren und kann maximal zweimal in Folge gewählt werden.
REFORMKANDIDAT PEZESHKIAN IN UMFRAGEN VORN
In einer aktuellen Meinungsumfrage, die zuletzt am 26. Juni von der Iranian Students Polling Agency (ISPA) landesweit unter 3.589 Personen durchgeführt wurde, lag Pezeshkian mit 33,1 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt von Jalili mit 28,8 Prozent auf dem zweiten Platz, während der andere konservative Kandidat Mohammad Bagher Ghalibaf mit 19,1 Prozent den dritten Platz belegte.
Den Umfragen zufolge erzielt Pezeshkian in Regionen mit einem hohen Anteil an türkisch-, kurdisch- und belutschischsprachigen Bürgern höhere Stimmanteile als die anderen Kandidaten.
Nachrichtenquelle: AA
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