Todesopferzahl nach Einkaufszentrum-Brand in Pakistan auf 71 gestiegen
Wie pakistanische Behörden mitteilten, ist die Zahl der Todesopfer des Brandes im Gul Plaza Einkaufszentrum in Karatschi vom 17. Januar auf 71 gestiegen. Die Polizei gab bekannt, dass bei dem Vorfall schwerwiegende Fahrlässigkeit und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen festgestellt wurden.
Die Zahl der Todesopfer des Brandes, der am 17. Januar im Gul Plaza Einkaufszentrum in der pakistanischen Stadt Karatschi ausbrach, steigt weiter an. Nach Angaben der Polizei ist die Zahl der Verstorbenen im Zuge der laufenden Such- und Rettungsarbeiten sowie der Identifizierungsmaßnahmen auf 71 gestiegen. Die Behörden teilten mit, dass die Polizei von Karatschi aufgrund von Fahrlässigkeit und unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen im Gebäude ein Strafverfahren eingeleitet hat.
Die Polizei erklärte, dass gemäß den einschlägigen Artikeln des pakistanischen Strafgesetzbuches ein erster Ermittlungsbericht erstellt wurde. In der Akte, in der die Regierung als Klägerin auftritt, werden die Identitäten der Verdächtigen noch als "unbekannte Personen" geführt, da der Untersuchungsbericht noch nicht abgeschlossen ist. Im Bericht wird festgehalten, dass während des Brandes schwerwiegende Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit vorlagen und zudem keinerlei Sicherheitsvorkehrungen im Gebäude getroffen worden waren. Es wurde darauf hingewiesen, dass der Strom während des Brandes ausfiel, was für die sich im Gebäude befindlichen Personen zu großen Schwierigkeiten führte.
Darüber hinaus wurde vermerkt, dass die Tatsache, dass 13 der 16 Ausgänge des Gebäudes im Rahmen einer Routinepraxis nach 22.00 Uhr Ortszeit verschlossen waren, die Situation weiter verschlimmert hat. Es wurde mitgeteilt, dass im Rahmen des Verfahrens bisher noch keine Person für den Vorfall zur Verantwortung gezogen wurde.
DER BRAND KONNTE ETWA 2 TAGE LANG NICHT UNTER KONTROLLE GEBRACHT WERDEN
Das Feuer, das am Abend des 17. Januar in Pakistan ausbrach, konnte über einen langen Zeitraum nicht gelöscht werden. Der Brand, dessen Eindämmung etwa zwei Tage dauerte und der zum Einsturz eines Teils des Einkaufszentrums führte, in dem sich 1.200 Geschäfte auf einer Fläche von 6.690 Quadratmetern befanden, hatte alle Läden und Lager im Erdgeschoss den Flammen preisgegeben. Die pakistanische Presse berichtete, dass das Feuer in einem Blumenladen ausgebrochen sei.
Der Gouverneur von Sindh, Kamran Tessori, hatte zuvor in einer Erklärung geäußert, dass sich der Vorfall zu einer "nationalen Tragödie" entwickelt habe.
Nachrichtenquelle: İHA
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