Trump kündigt Entscheidungsprozess zu den Protesten im Iran an
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass sich seine Regierung in einem Entscheidungsprozess bezüglich der anhaltenden Proteste im Iran befindet, bei denen die Zahl der Todesopfer in die Hunderte geht.
US-Präsident Trump äußerte sich gegenüber Pressevertretern auf dem Joint Base Andrews Flughafen, während er nach einer Kundgebung in Detroit nach Washington zurückkehrte, zu den Protesten im Iran. Trump erklärte, man arbeite daran, klare Informationen über die Zahl der bei den Demonstrationen getöteten Personen zu erhalten, und verfolge die Entwicklungen sehr genau.
Trump gab an, dass er unmittelbar nach seiner Ankunft im Weißen Haus eine umfassende Unterrichtung durch die zuständigen Behörden erhalten werde. „Wir werden die Vorgänge im Iran detailliert prüfen. Ich denke, dass dort traurige Ereignisse stattfinden, und die Todesfälle gehen mir nicht aus dem Kopf. Wir müssen die genauen Zahlen erfahren“, sagte er.
Trump wies darauf hin, dass aus verschiedenen Quellen unterschiedliche Berichte über die Zahl der Todesopfer bei den Protesten vorlägen: „Die Zahl der Toten bei den Vorfällen scheint beträchtlich zu sein. Sobald wir gesicherte Informationen haben, werden wir eine Entscheidung treffen müssen.“
Präsident Trump richtete zudem eine direkte Botschaft an die iranische Regierung: „Ich hoffe, dass sie diese Menschen nicht töten. Mein Eindruck ist, dass die Demonstranten sehr schlecht behandelt werden“, äußerte er.
Auf die Frage, ob er sich die Etablierung von Demokratie im Iran wünsche, antwortete der US-Präsident: „Das wäre ideal. Aber unsere Hauptforderung ist, dass die Menschen nicht getötet werden und eine gewisse Freiheit erlangen. Die Bevölkerung dort leidet schon seit langer Zeit unter großen Schwierigkeiten.“
Unterdessen wandte sich Trump über die Social-Media-Plattform Truth Social an die Protestierenden im Iran und teilte die Nachricht: „Alle iranischen Patrioten, macht weiter mit den Demonstrationen, wenn ihr könnt, nehmt eure Institutionen in Besitz und notiert die Namen derer, die euch schaden.“
HINTERGRUND DER PROTESTE IM IRAN
Die Proteste, die am 28. Dezember 2025 in Teheran aufgrund des rasanten Wertverlusts der Landeswährung gegenüber Fremdwährungen und wirtschaftlicher Engpässe begannen, breiteten sich schnell auf das ganze Land aus. Während von offiziellen Stellen keine klaren Zahlen zu den Toten und Verletzten genannt wurden, starben laut dem jüngsten Bericht der Nachrichtenagentur für Menschenrechtsaktivisten im Iran (HRANA) innerhalb von 16 Tagen insgesamt 664 Menschen bei den Protesten, darunter 133 Sicherheitskräfte, ein Staatsanwalt und 9 Kinder. Zudem wurden über 10.000 Personen festgenommen.
Nach der Zunahme der Gewalt und dem Eingreifen der Sicherheitskräfte wurden am 9. Januar landesweit umfassende Internetbeschränkungen eingeführt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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