Trump setzt Handelskrieg fort: 25 Prozent zusätzliche Zölle für die EU geplant... Europa kündigt Vergeltung an
US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union (EU) mit der Einführung von Zöllen in Höhe von 25 Prozent gedroht. Trump behauptete, der aus 27 Ländern bestehende Block sei gegründet worden, um die USA „auszunutzen“, und kündigte an, bald Einzelheiten zu diesem Schritt bekannt zu geben. Die EU erklärte ihrerseits, sie bereite sich darauf vor, „entschlossen und unverzüglich“ auf „ungerechtfertigte“ Handelshemmnisse zu reagieren.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Trump gab während einer Kabinettssitzung am Mittwoch bekannt, dass sie die Entscheidung getroffen hätten, 25-prozentige Zölle auf die EU zu erheben. Der US-Präsident erklärte, dass sich die Zölle auf eine breite Palette von Produkten erstrecken würden, einschließlich Automobilen.
Die Europäische Kommission reagierte scharf auf Trumps Zollandrohung. Vertreter der Europäischen Kommission teilten mit, dass „die EU entschlossen und unverzüglich auf ungerechtfertigte Hindernisse für den freien und fairen Handel reagieren wird“. Die Vertreter betonten, dass „europäische Unternehmen, Arbeitnehmer und Verbraucher jederzeit geschützt werden, auch in Fällen, in denen Zölle dazu genutzt werden, rechtmäßige und nicht diskriminierende politische Maßnahmen infrage zu stellen“.
Zu den Einzelheiten der zusätzlichen Zölle äußerte sich Trump wie folgt:
'Wir haben eine Entscheidung getroffen und werden sie sehr bald bekannt geben. Es werden 25 Prozent sein... Das wird für Autos und alle anderen Dinge gelten'
Die EU ist nach China der zweitgrößte Handelspartner der USA. Trump hatte kürzlich angekündigt, ähnliche Zölle auch gegen Kanada und Mexiko zu verhängen. Es ist jedoch noch unklar, wann dieser Schritt umgesetzt werden soll.

MACRONS US-BESUCH
Der französische Präsident Emmanuel Macron traf sich diese Woche in Washington mit Trump, um die Bemühungen zur Lösung des Handelsstreits mit der EU fortzusetzen. In einem Interview mit Fox News sagte Macron: 'Kommen Sie schon, man kann nicht gleichzeitig einen Handelskrieg mit China und Europa führen. Ich hoffe, ich habe ihn überzeugt'.
Laut einem Bericht von Bloomberg könnten die von Trump vorgeschlagenen Zölle EU-Exporte in die USA im Wert von 29,3 Milliarden Dollar betreffen. Die EU hat für diesen Fall sofortige Vergeltungsmaßnahmen zugesichert.
Die Europäische Kommission reagierte auf Trumps Ankündigung der zusätzlichen Zölle mit folgender Erklärung:
'Die EU sieht keinen Grund, Zölle auf ihre Exporte zu erheben. Wir werden reagieren, um die Interessen europäischer Unternehmen, Arbeitnehmer und Verbraucher vor ungerechtfertigten Maßnahmen zu schützen.'

Der französische Präsident Emmanuel Macron und Trump
WARNUNG VON ÖKONOMEN
Der polnische Premierminister Donald Tusk betonte, dass die EU alles in ihrer Macht Stehende tun müsse, um „völlig unnötige und dumme Zollkriege“ zu vermeiden. Viele Ökonomen und konservative Publikationen warnten davor, dass Trumps Pläne das Risiko bergen, der US-Wirtschaft zu schaden.
Das Wall Street Journal (WSJ) veröffentlichte einen Leitartikel, in dem argumentiert wurde, dass die gegen Kanada und Mexiko geplanten Zölle nach hinten losgehen und die US-Wirtschaft negativ beeinflussen könnten. Der Zeitung zufolge könnte die US-Wirtschaft infolge der zusätzlichen Zölle mit einer schweren Inflation konfrontiert werden.
Trump antwortete auf diese Kritik über die Social-Media-Plattform Truth Social:
'Zölle werden die Automobilproduktion in großem Umfang nach Michigan verlagern; diesen Bundesstaat werde ich bei den Präsidentschaftswahlen leicht gewinnen.'
Das WSJ wies darauf hin, dass sich die USA strategisch von der EU entfernen könnten, und hielt in seiner Analyse fest:
'Die Handelspolitik der Trump-Regierung erhöht die Spannungen in den internationalen Beziehungen und schafft Unsicherheit in der Weltwirtschaft. Die Zollandrohungen der USA gegenüber ihren größten Handelspartnern lassen das Risiko eines Wiederauflebens von Handelskriegen aufkommen. Experten warnen, dass solche Schritte langfristig negative Folgen sowohl für die USA als auch für die Weltwirtschaft haben könnten.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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