Umfrage zur US-Wahl: Trump zieht in kritischen Bundesstaaten an Harris vorbei
In landesweiten Umfragen für die Präsidentschaftswahl am 5. November in den USA liegt die demokratische Kandidatin Kamala Harris 1,7 Prozentpunkte vor ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump. In den sieben kritischen Bundesstaaten, die über den Ausgang der Wahl entscheiden werden, führt Trump das Rennen jedoch mit einem knappen Vorsprung vor Harris an.
Die USA werden am 5. November zur Präsidentschaftswahl an die Urnen gehen. Bei der Wahl, die von der ganzen Welt aufmerksam verfolgt wird, treten die demokratische Kandidatin Kamala Harris und der republikanische Kandidat Donald Trump gegeneinander an.
Während der Countdown für die 60. Präsidentschaftswahl läuft, verschärft sich der Kopf-an-Kopf-Wettlauf zwischen Harris und Trump zunehmend.
Laut dem Durchschnitt der landesweiten Umfragen auf der Nachrichtenplattform "Real Clear Politics (RCP)", die Umfragen zum US-Präsidentschaftswahlprozess veröffentlicht, erreicht Harris eine Zustimmung von 49,2 Prozent.
Demnach liegt Harris vor Trump, der in denselben Umfragen auf 47,5 Prozent Unterstützung kommt.
TRUMP IN KRITISCHEN BUNDESSTAATEN KNAPP VORN
Obwohl Harris in den landesweiten Umfragen knapp vorne liegt, sind die Ergebnisse in den "Swing States" von größerer Bedeutung, da das amerikanische Wahlsystem vorsieht, dass nicht der Kandidat mit den meisten Stimmen insgesamt, sondern derjenige mit den meisten Wahlleuten zum Präsidenten gewählt wird.
Aufgrund des Systems des "Electoral College" (Wahlleutegremium) zeigt der Durchschnitt der Umfragen in den sieben kritischen Swing States, dass Trump mit einem Vorsprung von 0,7 Prozentpunkten vor Harris liegt.
Demnach führt Trump laut den letzten Umfragen im Oktober in Pennsylvania mit 0,3, in Georgia mit 0,7, in Arizona mit 1,1, in Nevada mit 0,5, in Michigan mit 1 und in North Carolina mit 1,3 Prozentpunkten vor Harris.
In denselben Umfragen liegt Harris in Wisconsin mit 0,3 Prozentpunkten vorn, während sie in Michigan, wo sie bisher immer führte, in der letzten Woche hinter Trump zurückgefallen ist.
HARRIS IN LANDESWEITEN UMFRAGEN VORN
Andererseits liegt Harris laut dem Durchschnitt von 11 aktuellen Umfragen, die die landesweite Situation widerspiegeln und zu denen auch prominente Umfragen wie Reuters, CBS News, Pew, Harvard und NBC News gehören, bei 49,2 Prozent, während Trump auf 47,5 Prozent kommt.
Während die Unterstützung für Harris in der Reuters-Umfrage bei 47 Prozent und für Trump bei 44 Prozent liegt, erreicht Harris in der Harvard-Umfrage 51 Prozent und Trump 49 Prozent.
Es wird darauf hingewiesen, dass Harris, die in den Umfragen vom Juli fast die gleiche Zustimmungsrate wie Trump hatte, ihre Unterstützung in dieser Zeit insbesondere bei Wählerinnen und Wählern lateinamerikanischer Herkunft teilweise gesteigert hat.
PROJEKTION DER MÖGLICHEN WAHLLEUTEZAHLEN SIEHT TRUMP VORN
Da insgesamt 535 Wahlleute verteilt werden und der Kandidat, der 270 Wahlleute erreicht, Präsident wird, richten sich alle Augen auf die kritischen Bundesstaaten Pennsylvania, Georgia, Arizona, Nevada, Michigan, North Carolina und Wisconsin.
Wenn man das Bild der aktuellen Umfragen in diesen Bundesstaaten auf die Wahlleutezahlen überträgt, zeigt sich, dass Trump in Pennsylvania, Georgia, Arizona, Nevada und North Carolina leicht im Vorteil ist, während Harris in Michigan und Wisconsin knapp führt.
Es wird prognostiziert, dass Trump 302 Wahlleute erreichen könnte, wenn er in 5 der genannten 7 Swing States gewinnt, während Harris bei 236 Wahlleuten verharren könnte.
WETTABIETER SETZEN AUF TRUMP
Laut der Plattform RCP, die auch die Prognosen von Wettanbietern zur Gewinnwahrscheinlichkeit der Kandidaten einbezieht, zeigt der Durchschnitt dieser Prognosen, dass Trump dem Sieg im Präsidentschaftsrennen näher steht.
RCP, das die Daten von 7 verschiedenen Unternehmen wie Polymarket, Smarket, Points Bet, Bwin, Bovada, Betsson und Betfair teilt, schätzt die Gewinnwahrscheinlichkeit für Trump auf 56,3 Prozent und für Harris auf 42,6 Prozent.
Alle diese Wettanbieter sehen die Gewinnchancen für Trump bei 55 Prozent oder höher.
MUSLIMISCHE WÄHLER KRITISIEREN GAZA-POLITIK DER US-REGIERUNG
Alle landesweiten Umfragen zeigen, dass Inflation und wirtschaftliche Probleme, Debatten über Abtreibung sowie Grenzsicherheit die Hauptthemen in den Köpfen der Wähler sind. Darüber hinaus wird insbesondere die Gaza-Politik der USA als ein bemerkenswertes Thema für die Amerikaner angesehen.
Michigan, wo die meisten muslimischen und arabischen US-Bürger leben, gilt mit seinen 15 Wahlleuten als ein wichtiger Bundesstaat, in dem dieses außenpolitische Thema eine Rolle spielen wird. Aufgrund der scharfen Kritik an Bidens Gaza-Politik wurden bei den Vorwahlen im Februar landesweit 13 Prozent der Stimmen als "uncommitted" (nicht festgelegt) abgegeben.
Diese Wähler, die als oppositionelle Demokraten in den Vordergrund treten, äußerten, dass sie möglicherweise nicht für die demokratische Regierung stimmen werden, deren bedingungslose Unterstützung für Israel sie kritisieren, betonten aber auch, dass sie Trump nicht als Alternative sehen.
Nachrichtenquelle: AA
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