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Unabhängige Prüfungsgruppe: Israel hat keine Beweise vorgelegt

Die von den Vereinten Nationen (UN) eingesetzte unabhängige Prüfungsgruppe erklärte in ihrem Bericht zur Untersuchung des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), dass Israel bisher keine Beweise für seine Anschuldigungen vorgelegt habe.

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Unabhängige Prüfungsgruppe: Israel hat keine Beweise vorgelegt

Die unabhängige Prüfungsgruppe, die die Untersuchung nach den von Israel erhobenen Vorwürfen gegen das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) leitete, hat ihren Bericht über das UNRWA veröffentlicht.

In dem Bericht wird festgestellt, dass Israel bisher keine Beweise für die Behauptung vorgelegt hat, dass UNRWA-Mitarbeiter, die in Palästina Bildungs-, Gesundheits- und Sozialdienste für Flüchtlinge erbringen, mit Gruppen in Gaza in Verbindung stünden. 

Im Bericht heißt es: „Das israelische Außenministerium teilte mit, dass es bis März 2024 Listen von Mitarbeitern ohne Identifikationsnummern erhalten habe. Die Liste vom März 2024 enthielt jedoch die Identifikationsnummern der Mitarbeiter. Auf der Grundlage dieser Liste mit Identifikationsnummern behauptete Israel, dass eine beträchtliche Anzahl von UNRWA-Mitarbeitern Hamas-Mitglieder seien. Andererseits hat Israel bisher keine Beweise zur Stützung dieser Behauptungen vorgelegt.“

„GESPRÄCHE MIT MEHR ALS 200 PERSONEN GEFÜHRT“

In dem von der unabhängigen Prüfungsgruppe unter der Leitung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres veröffentlichten Bericht wird dargelegt, dass im Rahmen der Untersuchungen zur Einhaltung des Neutralitätsprinzips durch das UNRWA Besuche im UNRWA-Hauptquartier sowie in Einrichtungen in Amman, Jerusalem und im Westjordanland durchgeführt wurden. Zudem seien Gespräche mit mehr als 200 Personen, einschließlich UNRWA-Mitarbeitern in Gaza, geführt und direkte Kontakte zu 47 Ländern und Organisationen aufgenommen worden.

Die unabhängige Prüfungsgruppe, die nach den Anschuldigungen, die zur Aussetzung von Geldern in Höhe von etwa 450 Millionen Dollar in einer für das von Hunger und Hungersnot bedrohte Gaza kritischsten Zeit führten, unter dem Vorsitz der ehemaligen französischen Außenministerin Catherine Colonna gebildet wurde, wies im Bericht darauf hin, dass die Organisation über starke Mechanismen und Prozesse verfüge, einschließlich Sicherheitsüberprüfungen und Überwachung des Personals, um die Einhaltung des Neutralitätsprinzips sicherzustellen. 

In dem Bericht, in dem auch betont wird, dass die Organisation ihre bestehenden Systeme erneuern wolle, um die Transparenz in den Beziehungen zu den Geberländern zu erhöhen und schneller auf Neutralitätsverletzungen reagieren zu können, heißt es, dass die Herausforderungen des UNRWA in Bezug auf die Neutralität weitgehend in Konfliktgebieten in Gaza und im Westjordanland konzentriert seien. Der Bericht hält fest, dass zur Stärkung der Neutralität des UNRWA ein effektiveres Management und interne Kontrollmechanismen erforderlich seien und die Organisation ein operativeres Berichtssystem entwickeln sowie ihre Beziehungen zu den Gebern auf eine strategischere Ebene heben müsse.

VIELE LÄNDER HATTEN GELDER AUSGESETZT ODER GESTOPPT

Israel hatte behauptet, dass mehr als 450 Mitglieder des UNRWA Mitglieder von Gruppen in Gaza seien und 12 Mitarbeiter in die Ereignisse vom 7. Oktober verwickelt gewesen seien. Nach den Anschuldigungen, die auf das UNRWA abzielten, das in Palästina, wo Israel trotz der Aufrufe der internationalen Gemeinschaft weiterhin humanitäre Hilfe behindert, auch Lebensmittel- und Kleidungshilfe für Flüchtlinge leistet, hatten 16 Mitgliedsländer, darunter die USA als größter Geldgeber, beschlossen, ihre Finanzhilfen für das UN-Hilfswerk UNRWA auszusetzen oder zu stoppen.

Das UNRWA beschäftigt im Rahmen seiner Hilfsaktivitäten 32.000 Mitarbeiter, davon 13.000 in Gaza.



Nachrichtenquelle: İHA