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Ungarn übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

Ungarn hat mit dem heutigen Tag die rotierende EU-Ratspräsidentschaft von Belgien übernommen.

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Ungarn übernimmt EU-Ratspräsidentschaft

In der Europäischen Union (EU) hat eine neue Ära begonnen. Ungarn hat mit dem heutigen Tag die EU-Ratspräsidentschaft von Belgien übernommen. Die Ratspräsidentschaft verleiht Ungarn, das in zentralen Fragen wie dem Krieg in der Ukraine und der Migrationspolitik häufig im Widerspruch zu Brüssel steht, eine bedeutende Befugnis bei der Festlegung der politischen Prioritäten der EU.

Die Ratspräsidentschaft wird im halbjährlichen Wechsel ausgeübt und am 1. Januar 2025 an Polen übergeben.

WIR WOLLEN DEN KRIEG BEENDEN

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der die Agenda für die ungarische Ratspräsidentschaft vorstellte, erklärte, der wichtigste Tagesordnungspunkt sei die dringende Beendigung des Krieges in der Ukraine. Orbán betonte, dass der Krieg in der Ukraine alle Entwicklungen in der Europäischen Union überschatte, und sagte: „Wir wollen den Krieg beenden.“

Der ungarische Minister für EU-Angelegenheiten, Bóka János, nannte die Erweiterung der Union als einen weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt. János kündigte an, dass Ungarn während seiner Ratspräsidentschaft darauf abziele, die Beitrittsprozesse der fünf Kandidatenländer auf dem Westbalkan – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien und Montenegro – zu beschleunigen. Zu den von János vorgestellten Prioritäten Ungarns gehören zudem die Stärkung der EU-Außengrenzen, der Kampf gegen irreguläre Migration, Schritte zur Lösung demografischer Probleme in Europa, die Einführung einer landwirtschaftlichen Politik, die die Landwirte in den Mittelpunkt stellt, die Stärkung der europäischen Verteidigungspolitik sowie die Unterzeichnung eines „Neuen europäischen Wettbewerbsfähigkeitsabkommens“, um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu steigern.

Der Agenda zufolge wird Ungarn zur Erreichung seiner Ziele während der Ratspräsidentschaft formelle und informelle Treffen des Europäischen Rates, Projekte und Konferenzen organisieren und die EU-Staats- und Regierungschefs nach Ungarn einladen.

MAKE EUROPE GREAT AGAIN

Die komplexe Beziehung zwischen Budapest und Brüssel spiegelt sich auch im Slogan der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft wider. In Anlehnung an den Slogan des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, „Make America Great Again“, hat sich Ungarn für den Slogan „Make Europe Great Again“ entschieden. In einer Erklärung des Europäischen Rates zur Übernahme der Ratspräsidentschaft durch Ungarn über soziale Medien hieß es: „Es werden aufregende sechs Monate.“

Ungarn hatte bereits vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2011 die EU-Ratspräsidentschaft inne. Der damalige Slogan Ungarns lautete „Ein starkes Europa“.


Nachrichtenquelle: İHA

EU Ungarn Belgien